#9/ 2020
3/12

Ein paar Worte zum Geleit

Das Mediengeschäft ist Vertrauenssache. War es einerseits schon immer: Wenn jemand Zeitungen wie die „Zeit“ oder Bücher aus dem Suhrkamp-Verlag gekauft hat, sorgte die bekannte und seriöse Verlagsmarkte dahinter meist schon fürs nötige Grundvertrauen, um das jeweilige bedruckte Papier auch zu kaufen bzw. zu abonnieren. Die Inhalte auf dem Papier stammten dabei meist originär vom Verlag bzw dessen MitarbeiterInnen selbst – was Vorteile, aber auch Nachteile mit sich bringt.  

Was sich jedoch verändert hat, ist die Tatsache, dass heute nicht mehr nur primär der Content vertrauenswürdig sein muss, damit es läuft im Verlagsgeschäft. Und an der Stelle leite ich in eigener Sache über zum B2B-Geschäft und zu unserem DIGITAL PUBLISHING REPORT: Bei uns geht es freilich um Content, aber alleine die Tatsache, dass ein großer Teil dessen kuratierte Inhalte sind, also Artikel oder Webinare, die wir in Kooperation mit Drittanbietern (re-)publishen, zeigt den entscheidenden Unterschied: Der dpr ist nur als Teil einer Community, als Plattform denkbar, auf der wir unser Herzensthema digitale Transformation ausspielen. 

Was bedeutet das konkret? Wir suchen natürlich stets nach den besten Inhalten zum Thema digitale Transformation. Die Inhalte stammen aber meist von denjenigen, die von den einzelnen Themen noch viel mehr verstehen als wir selbst – da draußen gibt es Heerschaften, die beispielsweise Onlinemarketing besser draufhaben als wir selbst (frei nach dem Motto: Andere wissen selbst beim eigenen Leib- und Magenthema noch viel mehr – ein Eingeständnis, das viele andere JournalistInnen nicht teilen würden). In den vier Jahren seit dem Start hat der dpr so eine Community an AutorInnen und ReferentInnen, an hochkarätigen Experten formiert, deren (digitale) Expertise heute unser größtes Pfund ist.  

Wir begreifen aber nicht nur unsere Autoren und Referenten, sondern auch unsere LeserInnen als Community: als Zielgruppe, die sehr ähnlich tickt wie wir selbst, die wir mit Know-how versorgen, das wir uns – als wir noch in ähnlicher Position als Angestellte im Verlagsgeschäfts unterwegs waren – so dringlich gewünscht haben. Als Reservoir, aus dem wir immer wieder neue Themen schöpfen und neue dpr-Angebote kreieren, wenn es gewünscht wird. Als Unterstützer, die uns im kleinen, aber feinen dpr Club sogar finanziell Rückenwind verleihen. 

Startschuss für den DPR Think Tank 

Content, Community, Plattform – diesem Dreiklang verschaffen wir einen weiteren Hallraum, mit dem DPR Think Thank. So nennen wir eine Community an BeraterInnen von Medienhäusern, zu denen wir größtenteils schon seit vielen Jahren einen sehr engen Austausch pflegen. Der zehnköpfige DPR Think Thank ist ein Netzwerk an Beratern, denen wir also vertrauen, unsere LeserInnen-Community beim Thema digitale Transformation deutlich weiterzubringen – sei es in Form von Artikeln im dpr-Magazin, Webinaren, umfangreichen Online-Kursen oder im direkten Dialog mit den dpr-LeserInnen.

Die Kompetenzen im DPR Think Thank sind breit gefächert und reichen von der Organisations- und Vertriebsexpertise einer Annette Beetz (Ex-Marketing- & Vertriebschefin bei Rowohlt und Random House) über die langjährigen Strategieberatungs-Erfahrungen von Martina Steinröder und Ehrhardt F. Heinold bis hin zum Video- und Audio-Know-how von Christian Jakubetz (früher Redaktionsdirektor von Kirch New Media).  

Alles Infos zum DPR Think Tank finden Sie in unserem speziellen Webmagazin. 

Hier der Überblick über die Mitglieder des DPR Think Tank. 

Hier die ersten Events von und mit dem DPR Think Tank.

Herzliche Grüße

 Daniel Lenz