#9 / 2018
7/14

die nachteile von facebook-gruppen

Die liebe Zeit

Genauso so wie die Redaktion Ihrer Facebook-Seite benötigen Sie auch für Ihre Facebook-Gruppe Zeit. Außerdem eine Strategie und klare Ziele vor Augen, was Sie mit Ihrer Gruppe erreichen möchten. Denn Eines ist klar: Das Leiten einer Facebook-Gruppe kostet Zeit. Neben dem Publizieren der Inhalte müssen Sie regelmäßig einen Blick darauf haben, was in Ihrer Gruppe von den Gruppenmitgliedern gepostet wird. Ist es Spam, müssen Sie dafür sorgen, dass Sie es löschen, damit Ihre Gruppe mehrwertig bleibt. Ebenso müssen Sie dafür sorgen, dass Sie mit Ihrer Gruppe ins Gespräch kommen und für Interaktion sorgen. Besonders am Anfang müssen Sie sehr viel Zeit investieren. Größere Gruppen laufen später meist (fast) von allein. Ebenso müssen Sie Zeit dafür einplanen, um neue Mitgliedsanfragen zu prüfen und freizuschalten.


Interaktion über das persönliche Facebook-Profil

Wenn Sie eine eigene Facebook-Gruppe gründen möchten, können Sie sie inzwischen mit Ihrer Facebook-Seite verknüpfen und in Ihrer eigenen Gruppe auch im Namen Ihrer Facebook-Seite posten und interagieren. Ob die Postings im Namen der Facebook-Seite oder im Ihrem eigenen Namen besser ankommen, habe ich selbst noch nicht getestet. Wenn Sie allerdings in anderen Gruppen sichtbarer werden und dort interagieren möchten, funktioniert das nur mit Ihrem privaten Facebook-Profil und nicht mit Ihrer Facebook-Seite. Auf der einen Seite ist es verständlich, denn Menschen wollen nun einmal mit Menschen agieren. Ich kann an dieser Stelle aber auch verstehen, dass es deshalb für manche Unternehmen eher schwierig ist, sich in Gruppen zu beteiligen. Nämlich dann, wenn der Name des privaten Profils nicht unbedingt in Verbindung mit dem Unternehmen gebracht werden kann. Für Berater, Coaches und Trainer, die oftmals ihren eigenen Namen im Unternehmensnamen enthalten habe, sehe ich es eher weniger problematisch. Die Brücke zwischen privatem Profil und Facebook-Seite kann hier schnell geschlagen werden.


Redaktionsplan/Contentplan

Auch für Ihre Facebook-Gruppe sollten Sie sich einen Redaktions-/Contentplan erstellen. Was möchten Sie an den einzelnen Wochentagen posten? Welche Formate sind besonders ansprechend? Welche Formate können Sie immer wieder und regelmäßig verwenden? Auch das hängt natürlich ganz stark von dem Thema Ihrer Gruppe ab, was hier Sinn macht. Wenn Sie Unterstützung bei der Erstellung eines Redaktions- und Contentplans für Ihre Gruppe benötigen, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.


Werbung für die Gruppe machen / Crosspromotion

Auch Ihre Facebook-Gruppe wird nicht von allein über Nacht wachsen. Auch hier müssen Sie dafür sorgen, dass potentielle Gruppenmitglieder hiervon erfahren. Auch hier müssen Sie also ein bisschen Zeit einplanen, um Ihre Facebook-Gruppe bekannter zu machen und über alle möglichen Kanäle wie Website, Newsletter, andere Social-Media-Kanäle oder über Ihre E-Mail-Signatur darauf aufmerksam zu machen.


Fehlende Übersichtlichkeit

Mit Wachsen der Gruppe und steigender Anzahl von Postings kann es schnell unübersichtlich in Ihrer Gruppe werden. Es gibt zwar eine Suchfunktion, die aber viele nicht nutzen. Wenn sich Fragen bei Ihren Gruppenmitgliedern wiederholen, ist es ratsam, hier und da auch auf schon bestehende Diskussionen und Threads hinzuweisen.


Spammer

Viele User nutzen Facebook-Gruppen leider, um ihre Angebote zu spammen. Sie beteiligen sich nicht wirklich in der Gruppe, sondern posten nur ihre Werbung. Hier müssen Sie als Gruppenadministrator dafür sorgen, dass diese Postings gelöscht und die Personen bei wiederholten Verstößen auch für die Gruppe blockiert werden. Sie können die Barriere für Spammer aber erhöhen, indem die Beitrittsanfragenden, bevor sie von Ihnen freigeschaltet werden, ein bis drei Fragen beantworten müssen. Viele scheuen davor zurück, und nur wer sich die Zeit nimmt auf die Fragen zu antworten, ist auch wirklich an Ihrer Gruppe interessiert. Hier müssen Sie genau abwägen, wie viel Verwaltungsaufwand Sie sich selbst zumuten möchten.