#8 / 2018
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ein paar worte zum geleit

„Über Geld spricht man nicht“ – das gilt seit jeher auch beim Gehalt, vor allem in der Verlagsbranche. Während es in anderen Bereichen absolut üblich ist, wenigstens Gehaltsrankings meist von großen Jobportalen als Orientierungslinie zu haben, etwa im IT-Bereich oder bei Agenturjobs, sieht es in der „Kulturgut Buch“-Nische geradezu düster aus. Mit dem „Medienmonitor Gehalt“ wollen wir jetzt ein klein wenig Licht ins Dunkel bringen, auch die Gehaltsverteilung in einer gefühlt „weiblichen“ Branche untersuchen und in Zeiten von „Work-Life-Balance“ die Zufriedenheit mit dem eigenen Job abfragen. Für uns war das doch teilweise überraschende Fazit: Verdienst bescheiden, Frauen klar benachteiligt, Überstunden eher die Regel als die Ausnahme – und dennoch Zufriedenheit mit dem Job. Aber lesen Sie selbst.

Nicht weit weg vom Gehalt sind zwei weitere Themen, denen sich unsere Autoren Marco Behrmann und Marcus Raitner in dieser Ausgabe widmen – und die sonst mit einem ähnlichen „Bei uns läuft alles super“-Gusto wie die Gehaltsfrage in Verlagen behandelt werden. Es geht dabei um Recruiting in vielen Unternehmen, das völlig falsch durchgeführt wird, und um Führung, die eher Mikro-Management als Führung auf Augenhöhe ist. Man munkelt, solche Dinge soll es ja auch mitunter in Verlagen geben.

Apropos munkeln: Inzwischen gibt es eine interessante Diskrepanz zwischen öffentlichen Statements („Alles im Griff!“) und Vier-Augen-Gesprächen (meist von besorgtem Stirnrunzeln begleitet) zu den Themen DSGVO und ePrivacy. Beim digital publishing report gilt wie immer die Devise: Wegducken ist nicht – und deswegen gehen wir auf beide Themen noch einmal explizit ein und zeigen die für Sie wirklich relevanten To-dos, die zu beachten sind. Am 23. April können Sie sich in unserem Webinar „So rüsten Sie Ihr Unternehmen für die DSGVO“ 
dann noch schnell auf den letzten Stand bringen lassen.


Eine inspirierende Lektüre wünscht

Steffen Meier