#8 / 2018
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zufriedenheit im job

Mit 59 % der Befragten zeigt sich das Gros der Teilnehmer zufrieden (39%) oder sogar sehr zufrieden (20 %) mit dem eigenen Job – was überraschend hohe Anteile sind. Zum Vergleich: Nach der Studie „State of the Global Workplace“ der Beratungsgesellschaft Gallup aus dem Jahr 2017 sind nur 15 % der Arbeitnehmer emotional hoch an ihren Arbeitgeber gebunden und bei der Arbeit entsprechend motiviert – was im Umkehrschluss bedeutet, dass mehr als drei Viertel der deutschen Beschäftigten im Job nicht ihr Bestes geben. Ebenfalls 15 % der Deutschen haben sogar innerlich bereits gekündigt. Auch wenn die Fragestellung der Erhebungen nicht identisch sind, zeichnet sich dennoch ab, dass die Stimmung in der Verlags- und Medienbranche besser als im Branchenschnitt ausfällt. 

Weitere Ergebnisse bei diesem Themenaspekt: 

  • Unzufrieden oder sehr unzufrieden sind nur 12 % der Befragten.
  • Dabei sind es tendenziell die Männer, die unzufrieden im Job sind (17 % hier die Quote, bei Frauen nur 9 %).
  • Bei Fachverlagen liegt der Anteil der Unzufriedenen mit 16 % leicht über dem Schnitt.  
  • Zwischen der Zahl der Überstunden pro Woche und der Unzufriedenheit gibt es eine Korrelation. 

Je nach Einsatzbereich ergeben sich ebenfalls deutliche Abweichungen: So ist die Stimmung offenbar in Herstellungsabteilungen am besten. Hier ist der Anteil an zufriedenen und sehr zufriedenen Mitarbeitern am größten. Auch bei Redaktion/Lektorat ist die positive Stimmung stark ausgeprägt – obwohl dort, wie analysiert, die Bezahlung niedriger ausfällt. 

Mehrfach genannte Gründe der Unzufriedenen: zu geringe Kapazitäten („Hamsterrad“), schlechte Bezahlung und überkommene Unternehmensstrukturen. 

Als positive Faktoren werden mehrfach hervorgehoben: kreative, abwechslungsreiche und – für die Gesellschaft – sinnvolle Aufgaben, hohe Identifikation, große Freiheitsgrade beziehungsweise Freiräume, flexible Strukturen. 

Insgesamt scheint an vielen Stellen der Umfrage durch, dass die Herausforderungen in der Verlags- und Medienbranche immer größer werden. Ein Teilnehmer, der die Zufriedenheitsfrage mit „Teils, teils“ beantwortet hat, schreibt: „Es ist spürbar, dass die Schere zwischen Publishing-Grundlagen, technischen Möglichkeiten, Kommunikationsbedürfnissen, Contentpflege und technischen Umsetzungsverständnis größer geworden ist.“

Allgemeine Ergebnisse

Einkommen nach Abteilungen

Karrierestufe und Einkommen nach Geschlechtern

Gehaltsstruktur, -entwicklung und Fortbildungen

Arbeitszeit und Überstunden