#7/ 2019
6/10

was sind micro-influencer?

Was ist der effektivste Weg, ein Produkt zu verkaufen? Eine Empfehlung eines Freunds. Das Werben über digitale Multiplikatoren, das Influencer-Marketing, gehört schon längst zum Marketingmix vieler Unternehmen dazu.

 Kaum hat sich diese Art des Marketings als fester Bestandteil im Online-Marketing etabliert, geht es an die Feinheit und Aufgliederung des Begriffs. Willkommen in der Welt der „Micro-Influencer“!

Problem: Die Glaubwürdigkeit der Influencer sinkt

Die größte Herausforderung der Influencer ist ihre Glaubwürdigkeit.
 Social-Media-Stars mit mehreren hunderttausenden Followern, die wöchentlich auf unterschiedlichste Produkte schwören, können immer weniger überzeugen. Zusätzlich bekommt die Branche mit Fake Followers und Bots einen negativen Beigeschmack.

Micro-Influencer

Der Begriff des Micro-Influencer ist nicht genau definiert. Im Allgemeinen spricht man von Influencer wenn die Person eine bestimmte Reichweite auf einem Social-Media-Kanal besitzt. In der Praxis spricht man bei einer Reichweite zwischen ca. 1000 und 100.000 Followern von einem Micro-Influencer. Bisher sind Instagram und YouTube für Unternehmen die wichtigste Plattform.

Für Micro-Influencer ist nahezu jeder ihrer Follower ein Freund. Die hohe Authentizität und Glaubwürdigkeit, die sie mit sich bringen, bieten Dir die gleichen Vorteile wie eine freundschaftliche Empfehlung.
 In vielen Fällen sind sie Experte auf einem bestimmten Gebiet oder haben eine Passion für ein bestimmtes Thema. Ihre Reichweite ist organisch gewachsen und besteht aus Familie, Freunden, Bekannten oder einfach Personen, die sich im Profil wiederfinden.


Wie unterscheiden sich Micro-Influencer noch zu Macro-Influencern?

Abgesehen von der höheren Reichweite, die die großen Stars am Influencer-Himmel erreichen, gibt es Faktoren, in denen die Vorteile von Mirco-Influencer deutlich werden:

Engagement Rate

Der größte Unterschied liegt in der Engagement Rate (Likes und Kommentare). Diese Kennzahl aus sozialen Netzwerken, beschreibt die Intensität der Auseinandersetzung, bzw. die Interaktion von Followern mit den veröffentlichten Inhalten.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Engagement mit zunehmender Anzahl der Follower abnimmt. Somit haben Micro-Influencer in der Regel eine höhere Engagement Rate. Während starke Influencer laut internationalen Studien circa 2 Prozent Interaktion mit ihren Followern haben, liege die Engagement Rate bei Micro-Influencern hingegen bei 8-12 Prozent oder mehr.


Für Unternehmen bietet das eine genauere Ansprache von gewünschten Zielgruppen. Denn mit zunehmender Anzahl der Follower nehmen auch die Streuverluste zu, da viele Fans unterschiedliche Interessen haben.

Authentizität

Häufig ist es für Unternehmen schwierig Konsumenten authentisch anzusprechen.
 Passt der Micro-Influencer inhaltlich zu dem Produkt, kann diese Herausforderung gelöst werden. Ein Micro-Influencer wirkt echter auf seine Follower, da er auf deren Kommentare und Fragen eingehen und mit ihnen in einen inhaltlichen Dialog zu dem Produkt treten kann.

Doch um die Zielgruppe wirklich zu erreichen, ist die sorgfältige Auswahl von passenden Micro-Influencern essenziell.


5 Schritte für erfolgreiches Micro-Influencer-Marketing

Das Problem bei Micro-Influencern ist: Sie sind MICRO – das bedeutet: Sie sind schwer zu finden:

  1. Lege zunächst die KPIs fest, an denen der Erfolg der Kampagne gemessen werden soll.
  2. Suche alle für dich themenrelevanten Micro-Influencer raus und erstelle zunächst eine Micro-Influencer-Longlist.
  3. Sortiere deine Longlist. Erstelle eine Micro-Influencer-Shortlist mit den Influencern, die wirklich zu deinem Produkt passen.
  4. Trete mit den ausgewählten Micro-Influencer in Kontakt. Am besten persönlich und direkt über die gewünschte Plattform.
  5. Konzipiere gemeinsam mit dem Influencer deine Micro-Influencer-Kampagne.

Micro-Influencer bieten eine gute Einstiegsmöglichkeit in das Influencer-Marketing. Sie sind kostengünstiger als Social-Media-Stars mit einer Millionen-Reichweite. So kannst du mit vergleichsweise wenig Budget eine erfolgreiche Kampagne durchführen.

In der "digital basics"-Rubrik des Convertus-Blog werden regelmäßig Fachbegriffe aus dem digitalen, agilen Marketing erläutert. Kurz, knapp und kompetent.