#7 / 2018
9/13

Juliane Wagner

Programmleiterin Management Springer Gabler

Juliane Wagner entwickelt seit über 12 Jahren Programme und Projekte im Bereich Wirtschaft. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft, Jura und Buchwissenschaft und verschiedenen Tätigkeiten in der Medienbranche betreute sie als Lektorin im Campus Verlag zahlreiche erfolgreiche Werke. Seit 2012 verantwortet sie als Programmleiterin den Bereich Management im Springer Gabler Verlag und führt ein Team von sieben Mitarbeitern.

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Aktuell höchste Prio in meinem Job

Wir haben kürzlich das Programm des Kölner Wissenschaftsverlages übernommen, daher bin ich nun dabei, die Integration der immerhin 170 Titel in unser Programm zu managen: Projekte in unser Datensystem einspeisen, gegebenenfalls neue Verträge schließen, damit alle digitalen Verwertungsformen berücksichtigt werden können usw. Ich steuere die nächsten Schritte, das heißt: Bei mir laufen die Fäden zusammen, den operativen Teil übernehmen zwei tolle Köpfe aus meinem Team.

Meine zuletzt beste Idee

Auf einem Meetup des Netzwerkes der „Global Digital Women“ neulich abends habe ich im Gespräch mit einer Teilnehmerin spontan eine Idee für ein neues Projekt entwickelt. Es war also definitiv eine gute Idee, den Feierabend dort zu verbringen. Obwohl Vernetzung natürlich auch oft digital stattfindet, ist es doch immer wieder schön, Menschen persönlich kennenzulernen, die man bisher nur über Twitter kannte. 

„Scheitern als Chance“

Entscheidungen treffe ich rational. Es gibt allerdings Situationen, in denen Sachlichkeit nicht immer ausreicht. Vor einiger Zeit habe ich ein Projekt auf den Weg gebracht, bei dem ich bezüglich des Projektpartners Zweifel hatte. Ich konnte aber keinen stichhaltigen Grund dafür ausmachen: der Partner hatte gute Referenzen, die Kalkulation stimmte – also habe ich entschieden, das Projekt zu starten. Die Zusammenarbeit gestaltete sich dann zunehmend schwierig. Gescheitert ist dieses Projekt zwar nicht, es stand aber zwischenzeitlich auf der Kippe. Seitdem habe ich den Entschluss gefasst, das Bauchgefühl nicht vollständig auszublenden, sondern die Erwartungen an das Projekt gleich zu Beginn noch klarer zu formulieren. Und in Sachen Konfliktmanagement habe ich ebenfalls dazugelernt.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte

… dann würde ich mir für unsere Branche mehr Grenzüberschreitungen wünschen. Damit meine ich vor allem konstruktiven Austausch über Abteilungsgrenzen, Genres und Branchen hinweg. Vernetzung und gegenseitige Unterstützung – und damit meine ich immer innerhalb und außerhalb von Unternehmen – ist ja gerade über Netzwerke (ob digital oder nicht) wunderbar möglich, das sollten wir noch mehr nutzen.