#7 / 2018
8/13

Der neue Facebook-Algorithmus:

mehr Paid Social, mehr Personal Branding, mehr Owned Media

Wieder einmal hat Facebook signifikante Veränderungen im Newsfeed Algorithmus angekündigt. Die Marketingbranche ist aufgeschreckt und sucht nach Antworten. Was bedeuten die neuerlichen Änderungen – und haben sie echte Konsequenzen für das digitale Marketing?

Zunächst einmal sei vorangestellt: Facebook geht seinen Weg konsequent weiter. Seit Jahren sinkt die organische Reichweite von Beiträgen über Fanpages. Mark Zuckerberg macht im neuesten Statement unmissverständlich klar, dass Facebook diese Linie weiterverfolgen wird. Wer wissen möchte, was das konkret bedeuten kann, der muss nur einen Blick auf das werfen, was Facebook in anderen Märkten bereits testweise ausgerollt hat: Das vollständige Auslisten aus dem klassischen Newsfeed scheint ein realistisches Szenario zu sein. Ob Inhalte von Fanpages dann in einem „Explore Feed“ landen oder nicht, ist ein Teil der Diskussion.

Man sollte das PR-Statement von Mark Zuckerberg einfach mal kritisch lesen: „As we roll this out, you'll see less public content like posts from businesses, brands, and media. And the public content you see more will be held to the same standard – it should encourage meaningful interactions between people.”

Was der Facebook CEO hier unterschlägt: Nach wie vor haben Betreiber von Fanpages die Möglichkeiten, „public content“ über werbliche Buchungen jederzeit an jeden Nutzer innerhalb von Facebook auszuspielen. Bei jedem Posting schlägt Facebook einem Page-

Admin sogar aktiv vor, den eigenen Beitrag doch zu bewerben. Erst nach einer Entscheidung über diese Option geht der Post live. Dies dürfte auch nicht überraschen, denn bei aller Facebook-PR geht es letztlich um eines: Wie kann Facebook seine Plattform weiterhin mit steigenden Einnahmen versehen, ohne dabei die Nutzer zu verschrecken und somit perspektivisch Relevanz zu verlieren? Das ist der Balanceakt, den Facebook täglich zu lösen hat.

Die neuesten Entwicklungen werden innerhalb der Marketingbranche als gut oder schlecht bewertet und mit verschiedenen Konsequenzen interpretiert. Wir beleuchten die Argumente an dieser Stelle.

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