Alexander Stern

Der digital publishing report soll weiter wachsen, inhaltlich und auch personell. Um die Wachstumsphase und die gesamte weitere Entwicklung des dpr auszusteuern, haben die beiden Herausgeber Steffen Meier und Daniel Lenz Vertreter der Medienbranche eingeladen, den dpr in einem Beirat zu begleiten – gerne auch konstruktiv-kritisch.

Die Mitglieder des Beirats werden in den kommenden Ausgaben in einem Steckbrief vorgestellt, diesmal Alexander Stern, Kaufmännischer Leiter der Medien- und Unternehmensgruppe Murmann Publishers.

dpr

Was ist die größte (digitale) Herausforderung in Ihrem Unternehmen 2018?

Alexander Stern

Es gibt (leider) nicht die große Herausforderung für uns, sondern viele, die alle mit der Digitalisierung – wenn man diesen Überbegriff nutzen möchte – verknüpft sind. Das beginnt beim Produktionsprozess von Büchern, den wir zunehmend in-house entwickeln und den wir weiter ausbauen wollen. Hier stellt sich auch die Frage nach neuen Darreichungsformen, in „Transformation. BAMM“ haben wir etwa mit Augmented Reality-Features gearbeitet, die ins Buch eingearbeitet sind. Das geht weiter im Vertrieb, bei dem wir als Sachbuchverlag mit schwindenden Flächen im stationären Buchhandel konfrontiert sind und neue Vertriebskanäle erschließen müssen. Darüber hinaus möchten wir uns gemeinsam mit dem Startup pblsh online besser aufstellen. Und natürlich beobachten wir auch, was sich im Bereich Online-Marketing und Social Media tut – etwa durch die Änderung des Facebook-Algorithmus. Die übergeordnete Herausforderung umfasst also eine Frage, die schon lange zum Kerngeschäft der Verlage gehört: Wie entwickeln wir für unsere Zielgruppe passende Produkte und machen sie den Kunden bestmöglich zugänglich?

dpr

Weshalb sind Sie im dpr-Beirat dabei?

Alexander Stern

Der dpr ist als Medium am Puls der modernen Medienunternehmen, das schätze ich sehr. Aber die gegenwärtigen Umbrüche betreffen nicht nur die Buchbranche, oft lohnt sich auch der Blick auf andere Medienbranchen, etwa auf die Bewegtbildbranche, um Lösungsansätze zu finden. Diesen Blick über den Tellerrand kann der dpr sicherlich gut leisten – und hier möchte ich mich mit meinen Erfahrungen als kaufmännischer Leiter der Medien- und Unternehmensgruppe Murmann Publishers einbringen.