#6/ 2021
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Start-up-Portrait: Anywave

Name des Unternehmens/Produkts
Anywave (Spin Of by One Pod Wonder)

Gründer
Lukas Sam Schreiber & Tim Kleikamp

gegründet (Datum)
Dezember 2018

GeschäftsführerInnen
Lukas Sam Schreiber

E-Mail-Adresse
hi@onepodwonder.com

Website
www.onepodwonder.com



Welche Produkte/Dienstleistungen bieten Sie an?

One Pod Wonder ist eine Podcast Agentur aus Köln & Berlin. In unserem Unternehmensalltag als Podcast-Produzenten sowie im Kontakt mit KundenInnen und Partneragenturen sehen wir immer wieder, dass insbesondere der Revisionsprozess von Podcasts unnötig hohe zeitliche Kapazitäten bindet. Gerade bei längeren Audiodateien erreichen uns Excelsheets mit Revisionshinweisen ohne einheitliches Format oder erkennbare Struktur. Wir verwenden viel Zeit darauf, mit unseren KundenInnen einen Revisionsprozess zu erarbeiten, der für beide Seiten transparent und einfach zu verstehen ist.

Unser Spin-Off „Anywave” ist ein eigens auf Podcasts zugeschnittenes Revisionstool. Das cloudbasierte Tool soll es Medien-, Redaktions- und Musikunternehmen ermöglichen, Änderungswünsche, Kommentare und Hinweise sekundengenau, auch über Abschnitte hinweg kategorisiert einzupflegen. Nutzer können eine Audiodatei hochladen und per Link an jemanden schicken, um kollaborativ Kommentare in die Wellenform der Audiodatei einzupflegen.

Welche Probleme lösen Ihre Produkte/Dienstleistungen?

Die digitale Infrastruktur für Audio ist unterentwickelt. Zwischen Produktion und Distribution ist ein Bereich, der von Tools noch selten unterstützt wird. Wir möchten daher an der digitalen Infrastruktur für nicht-veröffentlichte Audiodateien mitarbeiten.

Wie sehen Sie die Medienlandschaft in drei Jahren?

In der Vergangenheit ermöglichte Broadcasting die Massenverbreitung für wenige durch TV, Radio & Print. Heute demokratisiert das Internet die mediale Verbreitung für alle. Da die Grenzkosten für Medienerstellung zunehmend gegen Null gehen, sollte User-generated-Content & Synthetic-Media zusätzlich an Bedeutung und Einfluss gewinnen.

Was werden dann die medialen Erfolgsfaktoren sein?

Linda Evangelista sagte einmal, dass sie für weniger als 10.000 Dollar nicht aus dem Bett kommt. Aber was wäre, wenn sie ihr Bild digital lizenzieren und Geld verdienen könnte, während sie schläft? Das Faszinierende an Synthetic-Media ist, dass sie das Bildnis einer Künstlerin dramatisch skalieren können. Medialer Erfolg hat somit vor allem auch mit dem sehr bewussten Umgang mit IP zu tun.