#6/ 2020
9/15

Tools für Videokonferenzen, Online-Workshops und Webinare

Corona sorgt dafür, dass alle verstärkt ins Digitale wechseln. Doch welche Tools funktionieren gut? Wo liegen Vorteile und Nachteile?

Konferenzen werden abgesagt und ins Digitale verlagert. Eine große Herausforderung für alle Beteiligten, die Verlegung in den digitalen Raum findet nicht überall Anklang. Zur Wahrheit gehört aber auch: Online-Veranstaltungen sind nicht zwangsläufig die zweitbeste Wahl. Manchmal sind sie ganz unabhängig von der Gesamtlage vorteilhaft. Eine Teilnahme an Online-Äquivalenten ermöglicht etwa Personen eine Teilnahme, die sich limitierte Konferenztickets zu hohen Preisen nicht leisten könnten. Das MIT-Media-Lab nennt nicht ohne Grund Vereinbarkeit und die bessere Einbindung introvertierter Menschen als Gründe, die für Online-Veranstaltungen sprechen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen Tools auf – aber wie didaktisiere ich Lehrangebote gut und gestalte interaktive Veranstaltungen? 

Toolsammlung – Empfehlungen aus der Community des Hochschulforum Digitalisierung (HFD)

Wir haben unsere Community gefragt: Welche Tools funktionieren gut? Was empfehlen Sie weiter – und was nicht? Es zeigte sich: Eine überwältigende Mehrheit nutzt Adobe Connect. Auch GoToMeeting, Zoom, Hangout und Microsoft Teams sind populär. Open Source Fans empfehlen BigBlueButton. Diese digitalen Tools kommen bisher vor allem für Konferenzen, Workshops, Diskussionen und Vorträge zum Einsatz.


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Wir stellen die sechs beliebtesten Tools aus unserer Umfrage ausführlich vor und erwähnen anschließend die zahlreichen anderen Programme und Möglichkeiten, die unsere Community empfiehlt. Diese Vielfalt wirkt vielleicht erst einmal erschlagend. Aber in Zeiten, in denen aus allen gesellschaftlichen Bereichen auf diese Tools und Services zurückgegriffen wird und damit die Server überlasten kann, ist es sicher kein Fehler, Alternativen zu kennen.

1. Adobe Connect

Adobe Connect ist ein Webconferencing-Tool. Die Videokonferenzen sind gut dafür geeignet, um Besprechungen und Schulungen mit räumlich verteilten Anwender*innen durchzuführen. Mit Adobe Connect kann neben der Übertragung von Audio und Video der eigene Desktop für andere Teilnehmer angezeigt und eigene Dateien für das Meeting hochgeladen werden.

Geeignet für: Vortrag, Diskussion, Workshop, E-Learning. Webinare, Virtuelle Sprechstunden & Besprechungen, Audio/Video-Konferenzen für bis zu 200 Teilnehmende (das ist die TN-Zahl vom DFN, mehr sind hier nach Rücksprache möglich), Konferenzen mit verschiedenen Sessions & Barcamps, Prüfungen

Features: Audio/Video-Multipoint-Konferenzen, Shared Whiteboard, Präsentationen, Archiv für Präsentationen, Application- und Desktop-Sharing (nicht unter Linux), Chat, Polling, Aufzeichnung, Teilnahme per Telefon, Tablet, Handy möglich
Voraussetzungen: Anwendung oder Abruf im Browser, App bei mobiler Nutzung, Headset & Webcam

Kosten: Bis 1. Juli 2020 bietet Adobe Connect eine kostenlose 90-Tage Testversion für Meetingräume bis 25 Teilnehmende an.

Performance in der Krise: Leider kommt es momentan immer wieder zu Serverproblemen. Wir wissen aus Gesprächen, dass das DFN an einem Ausbau arbeitet.

Datenschutz: Kunden installieren sich Instanzen auf ihren eigenen Servern. Die Daten des DFN liegen entsprechend in Deutschland.

Das funktioniert gut:

  • Interaktion
  • gemeinsames Arbeiten am Whiteboard
  • Vorträge mit Präsentation der Folien
  • flexibles Layout für den Meetingraum
  • Feedback per Chat und Umfrage
  • überwiegend technische Stabilität
  • geeignet für viele Personen

Das funktioniert nicht so gut:

  • teilweise technische Schwierigkeiten
  • Absturz und Drop-Out, Probleme beim Einwählen
  • die Aufzeichnung der Meetings ist nicht immer zuverlässig
  • Nutzung der Funktionen ist nicht für alle intuitiv – die Hilfeseiten und Tutorials bieten aber einen guten Einstieg.
  • Nach 1.200 Nutzern ist Schluss, bei niedrigen Geschwindigkeiten in der Datenübertragung gibt es Aussetzer, das haben andere Anbieter gelöst.

Weitere Tipps und Hinweise zu Adobe Connect:
„Bei vielen Teilnehmenden ist die Übertragung vieler Bilder gleichzeitig schwierig, daher empfiehlt es sich, eher wenige Web-Kameras bzw. den Ton jeweils einzeln hinzuzuschalten. Ein*e Moderator*in zusätzlich zum eigentlichen Präsentierenden/der eigentlich Präsentierenden ist sinnvoll.“ (HFD-Umfrage) 

Didaktische Hinweise für den Einsatz der Funktionen von der Adobe Connect DACH Nutzergruppe Forschung & Lehre: https://wiki.fernuni-hagen.de/dachadobeconnect/index.php/Hauptseite
 Kurzeinführung von DFNconf: 
https://www.conf.dfn.de/anleitungen-und-dokumentation/adobe-connect/kurzanleitung-links/
 Einrichtung und Tipps für Durchführung von Janine Funke für dghd: 
https://docs.google.com/document/d/1vEZlvc0nHvXto0lfhFEwkJ5Zuj7bxY0XCVHVnooPAls/edit



2. Zoom

Zoom ist leicht zu bedienen und kann für ortsunabhängige Teambesprechungen und kurze Präsentationen als Webkonferenz genutzt werden. Bis zu 100 Personen können an den Video-/Audiokonferenzen teilnehmen. In der Basisversion ist die Meeting-Dauer auf 40 Minuten begrenzt. Zoom ist etwa für Studierende & Lerngruppen ein gutes Tool, um kurze Online-Meeting durchzuführen.

Geeignet für: Videokonferenzen, kurze Besprechungen, Vortrag, Diskussion, Workshop

Features: Audio-/Videokonferenzen, Chat, Bildschirm teilen, Gemeinsames Annotieren, Aufnahme von Meetings, Umfragen, virtuelles Handzeichen

Voraussetzungen: Installation der Anwendung auf Desktop / Smartphone, Headset und Webcam

Kosten: Kostenlos bis zu 100 Teilnehmende und begrenzt auf 40 Minuten, darüber hinaus Abos für 13,99 – 18,99 Euro/Monat

Performance in der Krise: Bisher sind keine Performance-Probleme bekannt.
Datenschutz: US-Server. Daher ist Zoom aus Datenschutz-Sicht nicht uneingeschränkt zu empfehlen.
(Hinweis der DAB-Redaktion: Jüngst wurden bei Zoom Sicherheitslücken bekannt, die nach Auskunft des Unternehmens aber geschlossen worden seien.)

Das funktioniert gut:

  • Präsentation für kleinere Gruppen und interaktive Meetings (Diskussion)
  • feste URL für Meeting – Usability
  • Stummschalten der Teilnehmenden per default – keine Störgeräusche zu Beginn

Das funktioniert nicht so gut:

  • längere Meetings nur über Pro-Abo
  • Ohne App oder Add-in kann es zu technischen Schwierigkeiten kommen.
  • Ansicht für Teilnehmende unterschiedlich

Tipps & weitere Hinweise zum Einsatz:
“Was mich positiv überrascht hat, war die Umstellung auf stark inhaltlichen Fokus.” (HFD-Umfrage)
 Tipps für Online-Events im Zoom-Blog: 
https://blog.zoom.us/wordpress/2020/03/04/best-practices-for-hosting-a-digital-event/
 „A few simple tips for better online meetings (COVID-19 edition)“: Das MIT Media Lab hat Tipps zur Einrichtung von Hangouts und Zoom: 
https://www.media.mit.edu/posts/a-few-simple-tips-for-better-online-meetings-covid-19-edition/





3. GoToMeeting

Gotomeeting ist ein Softwarepaket für Online-Besprechungen, Desktop Sharing und Videokonferenzen. GoToMeeting wurde entwickelt, um die Desktop-Ansicht der/des Referent*in mit anderen zu teil

Geeignet für: Videokonferenzen und Webinare bis zu 250 Teilnehmende, Vortrag

Features: Audio- / Video-Konferenzen, Bildschirm teilen, Chat, Aufzeichnung von Meetings, integrierter Terminkalender

Voraussetzungen: mobile App / Link im Browser, Headset & Webcam, stabile Internetverbindung

Kosten: 14 Tage kostenloser Test mit bis zu 250 Teilnehmenden; als Reaktion auf Corona gibt es ein Emergency Kit, u.a. für Bildungseinrichtungen, mit denen die verschiedenen Anwendungen bis zu 3 Monate kostenlos nutzbar sind. Ansonsten je nach Version 10,75 – 14,33 Euro/Monat

Das funktioniert gut: 

  •  läuft stabil – Probleme nur bei schlechter Internetverbindung
  • einfache Bedienung, selbsterklärend

Das funktioniert nicht so gut:

  • kein richtiger Chat (wird durch Referent*in moderiert und freigeschaltet)

Tipps zum Einsatz:

„Für das GotoWebinar sollte es auf jeden Fall neben der/dem Referent*in eine weitere Person geben, die die schriftlichen Fragen, Chats oder Handzeichen der TN mit überblickt. Bei GotoWebinar gibt es eine klare Rollenverteilung zwischen Referent/innen und Zuhörenden.”

Performance in der Krise: Bisher sind keine Performance-Probleme bekannt.

Datenschutz: US-Server. Daher ist GoToMeeting aus Datenschutz-Sicht nicht uneingeschränkt zu empfehlen.



4. Google Hangouts / Google Meet

Google Hangouts bietet Echtzeit-Kollaboration im Video-Chat bei gleichzeitiger Bearbeitung von Inhalten z. B. in einem Google Doc. Mit Google Hangouts lassen sich Videokonferenzen, Webmeetings, Webinare sowie Online Kurse durchführen.
Geeignet für: Videokonferenzen mit bis zu 25 Personen (Hangouts) / mit bis zu 250 Personen bzw. Live Streaming für bis zu 100.000 Personen (Meet)

Features: Audio/Video-Multipoint-Konferenzen, Untertitel, Chat

Voraussetzungen: App für mobile Nutzung / geeigneter Browser, G-Suite Account für die Erstellung eines Meetings, Headset und Kamera

Kosten: freie Nutzung von Hangouts bis Juni 2020 für G Suite Kunden, G-Suite ist kostenlos für NPOs bzw. mit Preis pro Nutzer-Subskription

Performance in der Krise: keine Performance-Probleme

Datenschutz: US-Server. Daher ist Google Meet aus Datenschutz-Sicht nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

Das funktioniert gut:

  • Einladung und Teilnahme zum Meeting über Google-Kalender

Das funktioniert nicht so gut: 

  • Zusätzliches Tool zum schriftlichen Austausch und Koordination (z. B. Slack) ist sinnvoll.

Tipps und weitere Hinweise:

Beim Youtube-Channel G-Suite gibt es eine kurze Einführung: https://www.youtube.com/watch?v=lkvig0i_kI8&list=PLU8ezI8GYqs7tAIAv9qFoYM7F02L251Ai&index=13&t=0s
“A few simple tips for better online meetings (COVID-19 edition)“ Das MIT Media Lab hat Tipps zur Einrichtung von Hangouts und Zoom: 
https://www.media.mit.edu/posts/a-few-simple-tips-for-better-online-meetings-covid-19-edition/
Die FU Berlin gibt Tipps und Hinweise zum Einsatz von Google Hangout: 
https://blogs.fu-berlin.de/ideenbar/2016/01/28/google-hangouts-starterhilfe/



5. MS Teams

Microsoft Teams ist eine Plattform, die Chat, Besprechungen & Konferenzen, Notizen und Anhänge kombiniert. Der Dienst ist in die Office-365-Office-Suite integriert. Im Klassenzimmer-Modus können Aufgaben an die Teilnehmenden verteilt werden. Im Live-Modus sind Konferenzen mit 10.000 Teilnehmenden möglich.

Geeignet für: Konferenz mit verschiedenen Sessions, Vortrag, Workshop, Besprechungen, Arbeit in & Koordination von Projektgruppen, BarCamp

Features: Planungshilfe, Notizen, Desktopfreigabe, Aufzeichnung, Chat, System-Audio teilen (Geräusche des Desktop werden übertragen, praktisch bei Videos)

Voraussetzungen: Headset und Webcam, Office 365 – externer Gastzugang möglich

Kosten: Für die Testversion 0€. Ansonsten 10,50 – 19,70 Euro. Wegen COVID19 wurde die Testversion auf ein halbes Jahr verlängert.

Performance in der Krise: Keine Performance-Probleme

Datenschutz: Microsoft garantiert eine Speicherung auf in Deutschland stehenden Servern. Entsprechend bestehen keine Datenschutzbedenken.

Das funktioniert gut:

  • viele Teilnehmende
  • Chat, Dokumente hinterlegen
  • MS Office hat/kann fast jede/r
  • Übertragung von Bild und Ton, Präsentationen und Chat funktioniert gut

Das funktioniert nicht so gut:

  • Der Einsatz der Microsoft Cloud für Teams und OneNote ist für den dienstlichen Bereich an einigen Universitäten nicht erlaubt.

Tipps und Kommentare:

“Die Usability ist ziemlich gut. Das Tool ist nahezu selbsterklärend und enthält alle wichtigen Funktionen. Die Einbindung externer Apps (wie z. B. Trello) ist super. Lizenzen sind für Hochschulen in den Office365-Paketen schon mit drin. Videotelefonie beruht auf Skype, welches von MS ja eingekauft wurde. Demnächst sollen wohl alle MS Produkte über Teams distribuiert werden, also auch die Office-Produkte. Der Trend geht zu Software-as-a-Service und weg von Einzel-Installationen. Teams wird daher in Zukunft zentrale Plattform für MS werden, so dass voraussichtlich weiterhin technischer Support und gute Qualität zu erwarten sind. Datenschutz ist (noch) fraglich. MS hat jetzt nach eigenen Angaben Rechenzentren in Deutschland eröffnet. Am besten vom DSB prüfen lassen.” (HFD Umfrage)



6. BigBlueButton

BigBlueButton ist ein Open Source entwickeltes Web-Konferenzsystem und für den Einsatz in digitalen Lernumgebungen gedacht. Das zeigt sich an den interaktiven Funktionen wie kollaborativem Whiteboard, Umfragen, Chat und Breakout Rooms, sowie an der möglichen Einbindung in viele Lern-Management-Systeme. Einzige Herausforderung: Installation und Ersteinrichtung auf eigenen Servern sind komplex.

Geeignet für: Vorlesung / Vortrag, Sprechstunde, Arbeitsgruppe, Webinar, Diskussion, Workshop

Features: Videostreaming, Videochat, Screensharing, kollaboratives Whiteboard, Breakout Rooms für Gruppenarbeiten, Umfragen, Emojis

Voraussetzungen: Browser zur Nutzung, eigene(r) Server für Installation, Headset und Webcam

Kosten: Da es sich um eine Open-Source-Anwendung handelt, fallen keine Lizenzkosten an. Jedoch können Kosten für den Betrieb des eigenen Servers entstehen.

Performance in der Krise: Hängt von den Serverkapazitäten ab. Viele gleichzeitige Sessions können es erfordern, diese auf weniger Teilnehmende zu reduzieren.

Datenschutz: Da die Anwendung auf eigenen Servern gehostet wird, ist die Nutzung aus Datenschutz-Sicht unbedenklich.

Das funktioniert gut:

Videoübertragung und Webinarmodus
„Interaktives Lehren und Lernen in kleinen Gruppen mit virtueller Tafel“
 „Arbeitet betriebssystemübergreifend, ohne Flash, ohne Java, ohne lokale Installation, Sehr gute Integration in Moodle (Aufzeichnungen werden direkt im Kurs abgelegt), aber auch „stand-alone“ mit Hilfe der Erweiterung GreenLight nutzbar. IP-Telefonanbindung für alle Fälle, läuft auch ‚out of the box‘ auf iPad, iPhone und Android.“ (HFD Community)

Das funktioniert nicht so gut:

  • “Man muss den Server selbst betreiben und braucht sehr gute IT-Expertise im Haus. Es ist hier sicher einer der Dienste, die am meisten Wissen über Echtzeitkommunikation, Nachrichtenlatenzen, Firewalls, Ports, UDP, SIP, WebRTC, STUN/TURN erfordern.” (HFD Community)

Tipps und Hinweise:
 
Für eine Anwendung im kleinen Rahmen sollte man mit 1-2 Personenwochen für das Aufsetzen des Systems rechnen, bei größeren Strukturen kann es auch bis zu 8 Personenwochen in Anspruch nehmen. (HFD Community)
„Wenn vorhandene Seminare plötzlich online übertragen werden sollen, ist die Raumakustik und die robuste Netzanbindung oft ein Problem. Hier muss die IT einbezogen werden. Idealerweise legt man diese Veranstaltungen in Räume, in der die Technik schon erprobt wurde.“ (HFD Community)
Der Demo-Server macht es möglich, die Funktionen unabhängig von eigener Installation zu testen, z.B. das Einrichten und Testen von Räumen für Online-Meetings (allerdings gelten für den Server andere Datenschutzbestimmungen).
Die Donau-Uni Krems hat ein Wiki zusammengestellt, das wichtige Funktionen beschreibt (letztes Update: 2013).

Weitere Tools für Konferenzen, Webinare, Online-Lehrveranstaltungen

Jitsi – Jitsi ist eine Free/Libre Open Source Software. Die Anwendung läuft in den gängigsten Webbrowser ohne Installation

WebEx – Videokonferenzlösungen und Bildschirmfreigabefunktionen, aktuell kostenfreies Angebot aufgrund der Corona-Epidemie mit bis zu 100 TN je Videokonferenz

DFN – Der Konferenzdienst im Deutschen Forschungsnetz (unterstützt nicht nur Adobe Connect, sondern auch Pexip)

Click Meeting – Tool für Webinars; Gratis für 30 Tage und bis zu 25 Teilnehmende

Irooms – digitale Sessions im Open Space Format (Barcamps)

Twitch – Live-Streaming-Portal für Videospiele – “durchgehende Interaktivität durch Chat mit Referent/innen sowie auch Austausch unter Teilnehmern während des gesamten Workshops, Chat allerdings nur schriftlich”

Blackboard – Echtzeit-Videokonferenz-Tool, mit dem Sie Dateien hinzufügen, Anwendungen gemeinsam nutzen und ein virtuelles Whiteboard zur Interaktion verwenden können

Hopin – Eine Online-Event-Plattform, die die meisten Veranstaltungstools zusammenfasst: Empfang, Hauptbühne, (Breakout)Sessions, Live-Streams, „Chat-Roulette“ für Networking inkl. Möglichkeit zum Austausch digitaler Visitenkarten, digitaler Marktplatz mit „Exhibiton Booths“, Registrierung

8×8 – kostenloses Videokonferenz-Tool, das momentan im HFD-Team für interne Besprechungen benutzt wird. Gut funktioniert das Ordnen der Redebeiträge per digitalem Handzeichen. Braucht eine stabile Internetverbindung.

Barcamptools von Camper – ein kostenfreies Open-Source Angebot für die Organisations von Barcamps – Im Frontend sogar Barrierefrei!

VoxR – Server stehen in Deutsschland & DSGVO-konform. Bis 20 Teilnehmer kostenfrei, in der Bezahlversion bis 1000 Personen. Inklusive gängiger Interaktionstools (s.u.)

Meetyoo von ubivent – Digitale Events, Telefon­konfe­ren­zen & Web­konfe­ren­zen – mehrere 1000 TN möglich

Eyes on – Browserbasiertes Tool


Tools für mehr Interaktion

Kialo – Plattform für Online Diskussionen und kollaborative Debatten

Adhocracy – Strukturierung von demokratischen, kollaborativen Abstimmungen und für Mitbestimmung

Wooclap – Tool für interaktive Echtzeit-Umfragen

Pidgeon Hole – Eventplanung und Live Q&A, Umfragen, Abstimmungen, Workspace

Slido – Echtzeit-Umfragen

Mural – kollaboratives Gestalten von Mind-Maps und Datensammlungen, kostenlos für den Bildungsbereich

Drawpile – Open Source Programm für gemeinsames Zeichnen und Skizzieren

VOXR – Tool für Umfragen, Word Clouds, Ergebnisse aus World Cafés und Workshops, kostenlos bis 20 Teilnehmende


Team Workspace

HackMD – Team Workspace – Kollaborationstool mit Features wie Buch, Folien, Notizen und Text Editor

Padlet – Workspace mit Fokus auf ansprechendes Design

Slack – Chatbasierte Kommunikation innerhalb von Arbeitsgruppen & zum Austausch von Dateien. Open-Source-Alternative, die auch bei der HFD Community im Einsatz ist: Mattermost.

Riot – Chatbasierte Kommuniation mit Fokus auf Verschlüsselung, Freie Software

Discord – Kommunikationstool aus der Gaming-Szene, für Chats und Video-Austausch auch in der Hochschule im Einsatz

HumHub – Open Source Soziales Netzwerk, das ähnlich wie Facebook aufgebaut ist und Funktionen wie Kalender, Wiki und Umfragen enthält.


Lehr- und Lernplattformen

Moodle – DIE Lernplattform. Interessant ist dieses Infoblatt zum didaktischen Einsatz von Moodle, was sich teilweise auf den Hochschulkontext übertragen lässt.

STUD.IP – Studienbegleitendes Portal für Präsenzlehre, ein Campus- und Lernmanagementsystem zur Integration von externen Systemen und Applikationen

ILIAS – Open Source E-Learning-Plattform

OpenOLAT – Open Source Lernmanagementsystem, aus aktuellem Anlass gibt es Didaktik-Tipps und generelle Empfehlungen zum Einsatz von OpenOLAT.

OpenedX – Open-Source-Plattform, hauptsächlich für MOOCs, aber auch als Lernumgebung adaptierbar. Erfahrung dazu hat z.B. Polarstern Education.
Tools für kollaboratives Schreiben & Zeichnen

Etherpad – webbasierter Texteditor zur kollaborativen Bearbeitung von Texten (Open-Source-Lizenz)

Sciflow – kollaboratives Schreiben, Verbessern und Formatieren wissenschaftlicher Texte

Overleaf – kollaborativer Editor für LaTeX, viele Layouts vorhanden, z.B. für Übungsaufgaben oder Poster

Drawpile – kollaboratives Zeichenprogramm, mit dem mehrere Benutzer gleichzeitig auf derselben Leinwand skizzieren können (Free Software)


Tools für Aufnahmen (von Vorträgen, Tutorials, Demos, Schulungsvideos)

Camtasia – Aufnahme von Screencasts, optional mit Webcam und Ton, und Bearbeitung der Videos

Snagit – günstigere Alternative zu Camtasia vom gleichen Hersteller; Neben Screencasts auch geeignet für aufbereitete Screenshots und Anleitungen

Loom – Aufnahme von Screencasts, optional mit Webcam, zusätzliches Editieren der Videos möglich (z.B. Interaktion). Kostenlose Anwendung im Bildungsbereich.

Studio.Opencast – Aufnahme von Screencasts als Video, optional mit Ton. Aufzeichnen im Browser möglich. Video kann anschließend heruntergeladen werden oder in den institutionellen Opencast-Bereich. Diese Open-Source-Plattform dient zur Verwaltung und zum Teilen von Videos. Eine Landkarte zeigt eine breite Nutzung an deutschen Hochschulen.

Open Broadcaster Software – Open Source Tool für Live-Streams und Screencast-Videos, erlaubt verschiedene Übergänge zwischen den Ansichten.


Kreative (Um)Nutzung von Tools

Team Viewer – Fernzugriff und -support, Screen Sharing. (Kreativ umgenutzt für Workshop)

Second Life – Online-3D-Infrastruktur für von Benutzern gestaltete virtuelle Welten mit persönlichen Avataren (für Konferenzen)


Die Autorinnen

Helena Häußler unterstützt als studentische Mitarbeiterin das Hochschulforum Digitalisierung. Nebenbei schreibt sie ihre Masterarbeit zu Data Ethics im Studiengang M.A. Information Science an der Humboldt-Universität zu Berlin. Für Videokonferenzen mit ihrer Bibliotheksgruppe nutzt sie am liebsten Jitsi.
Katharina Mahrt absolvierte ein Master-Studium in Europäischer Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Hochschulforum Digitalisierung arbeitet sie an der Herausgabe eines wissenschaftlichen Sammelbands zur Digitalisierung von Lehre und Studium. 

Tool-Einsatz in Verlagen: Ralf Schiering