#5/ 2021
7/20

Start-up-Portrait: Iris.ai

Name des Unternehmens/Produkts
Iris.ai

Gründer
Anita Schjøll Brede, Victor Botev, Jacobo Elosua, Maria Ritola

gegründet (Datum)
2015

GeschäftsführerInnen
Anita Schjøll Brede, CEO
Victor Botev, CTO
Jacobo Elosua, Präsident

Anschrift
Michelets vei 54b
1368 Stabekk
Norway

Kontakt
Kimberly Holtz, Sales and Business Development Manager

E-Mail-Adresse
Kimberly@iris.ai

Website
iris.ai



Welche Produkte/Dienstleistungen bieten Sie an?

Wir bieten zwei Tools an, die auf unserer weltweit führenden KI-Engine für das Verständnis wissenschaftlicher Texte basieren. Unsere akademischen Tools helfen Wissenschaftlern und Studenten auf der ganzen Welt dabei, die relevanteste Literatur für eine Forschungsfrage aus Millionen von veröffentlichten Artikeln zu finden - Open Access und darüber hinaus. Mit den Corporate Tools können langwierige Arbeitsprozesse automatisiert werden, beispielsweise den Prozess Daten aus Dokumenten zu extrahieren und sie in einem systematischen Format zu verknüpfen. Unsere Engine kann für bestimmte Bereiche und Datensätze trainiert werden, an denen unsere Kunden am meisten interessiert sind, und hilft dabei, schneller in der Forschungsliteratur zu navigieren.

Welche Probleme lösen Ihre Produkte/Dienstleistungen?

Die akademischen Tools bestehen aus dem Explore- und dem Focus-Tool. Mit dem Explore-Tool können Benutzer relevante Literatur finden, ohne die exakten Schlüsselwörter

kennen zu müssen. Der Nutzer kann seine Problemstellung in eigenen Worten beschreiben, und die Engine findet die relevante Literatur und präsentiert sie in einer ansprechenden visuellen Karte. Dies ist besonders nützlich, wenn es um interdisziplinäre Forschung geht und wenn das Forschungsgebiet noch nicht bekannt ist. Die Engine versteht nicht nur die Problembeschreibung, sondern extrahiert daraus relevante Schlüsselwörter, Synonyme und Hyperonyme, um sicherzustellen, dass die Literatur nicht nur an eine Disziplin gebunden ist. Mit dem Focus-Tool kann der Nutzer dann die Leseliste reduzieren, ohne jeden Artikel lesen zu müssen. Die künstliche Intelligenz wird relevante Konzepte vorschlagen, auf deren Grundlage die Artikel dann aus- oder eingeschlossen werden. Mit diesen Tools wird der Literaturrechercheprozess erleichtert und beschleunigt.

Auf der anderen Seite lösen die Corporate Tools das Problem des fehleranfälligen und zeitaufwändigen Prozesses der Datenextraktion. Durch die Automatisierung dieses Prozesses können sich die Mitarbeiter auf wichtigere Aufgaben konzentrieren. Aber nicht nur dieser Prozess kann automatisiert werden. Mit unserer Tool-Suite für die firmeninterne Literatursuche können wir Teile der Literaturrecherche automatisieren, indem die Engine auf die spezifischen Datensätze eines Unternehmens trainiert wird. Schließlich haben wir mit besonderem Schwerpunkt auf Biowissenschaften eine Methode zur Automatisierung von Überwachungs- / Pharmakovigilanzprozessen entwickelt, die insbesondere für die pharmazeutische und chemische Industrie nützlich ist.

Was unterscheidet Ihre Lösung von anderen?

Wir haben die letzten 5 Jahre damit verbracht, eine preisgekrönte KI-Engine für das wissenschaftliche Textverständnis zu entwickeln. Unsere Algorithmen für Textähnlichkeit, tabellarische Datenextraktion, domänenspezifisches Lernen sowie Disambiguierung und Verknüpfung von Entitäten messen sich mit den besten der Welt. Darüber hinaus erstellt unsere Maschine ein umfassendes Wissensdiagramm, damit Menschen davon lernen, es verwenden und dem System Feedback geben können. Die Anwendung auf wissenschaftlichen und technischen Text ist eine komplizierte Herausforderung, die nur wenige andere erreichen können.

Wie sehen Sie die Medienlandschaft in drei Jahren?

Im Angesicht der Flut von Informationen und Veröffentlichungen, denke ich, dass auch die Medienhäuser langfristig auf innovative Suchmaschinen zurückgreifen müssen. Hier sehe ich ein großes Potenzial für KI-Anwendungen und machine learning. Ebenfalls bin ich der Meinung, dass der Journalismus in Zukunft seine Artikel mehr mit wissenschaftlichen Befunden verifizieren wird, um der steigenden Skepsis gegenüber etablierten Medien gegenzuwirken.