#24/ 2019
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chancen von dankeseiten erkennen und nutzen

Generell sollte man als Unternehmen keine Möglichkeit auslassen, um mit seinen Usern in die direkte Kommunikation zu gehen. Denn nur so besteht die Option, seinen Usern Mehrwerte zu bieten und sie mit attraktiven Angeboten und entsprechenden Aktionen zu begeistern. Viel zu oft werden Dankeseiten in diesem Prozess vollkommen ignoriert, dabei bieten sie großes Potenzial als weiterer Channel für das Marketing und zur Intensivierung der Kundenkommunikation.

Daher sollten Sie den Wert dieser Seiten noch einmal überdenken und auch dort versuchen, neue Anreize für Ihre User zu schaffen. Dabei ist es egal welche Aktion der Dankeseite vorausging, ob ein Kaufabschluss, der Download eines E-Books oder die Anmeldung zum Newsletter. Denn durch die vorausgegangene Aktion befinden sich Ihre User in einer positiven Stimmung, die es zu nutzen gilt. Also sollten Sie die Dankeseiten aktiv mit weiteren Inhalten bespielen.

Genereller Zweck einer Dankeseite

Dankeseiten bieten Ihren Usern die Gewissheit, dass die Übermittlung ihrer Daten zum Durchführen einer Aktion erfolgreich war. Generell möchte sich ein User der Richtigkeit seiner Handlung und korrekten Ausführung auf einer Website sicher sein. Dazu benötigt er ein bestätigendes Feedback in Form einer Dankeseite. Da der User diese Art der Bestätigung erwartet, genießen Dankeseiten somit generell eine hohe Aufmerksamkeit. 

Viel wichtiger ist allerdings, dass der User bereits ein gewisses Interesse an Ihrem Unternehmen, ihrer Marke oder Ihren Produkten durch die ausgeführte Handlung gezeigt hat. Genau das sollten Sie sich zunutze machen und die Dankeseiten als weiteren intensiven Touchpoint innerhalb der Customer Journey etablieren und somit die Chancen auf Wiederverkäufe erhöhen oder das Engagement Ihrer User steigern und die Kundenbindung ausbauen.

„Vielen Dank für Ihren Einkauf“ – und tschüss!

Sie sollten keinesfalls das wertvolle Potenzial von Dankeseiten mit einem Satz wie “Vielen Dank für Ihren Einkauf” oder “Danke für Ihre Anmeldung” verschwenden und Ihre User mit nur diesem einzigen Satz “abspeisen”. Denn ohne eine weitere Handlungsaufforderung ist der Absprung Ihrer User garantiert. Dabei sollten Sie das Interesse und geschenkte Vertrauen Ihrer User aufgreifen und ihnen weiteren Content anbieten oder ihnen interessante Rabatte zeigen. Sie haben hier viele Möglichkeiten mit verschiedenen Elementen zu punkten. Ergänzen Sie die Dankeseite mit Bildern, CTAs, Gifs oder Videos und verleihen Sie dieser Seite dadurch eine individuelle Note. 

So sollte eine Dankeseite aufgebaut sein

Neben dem Hauptgrund einer Dankeseite, dem positiven Feedback zu einer korrekt durchgeführten Handlung, gibt es weitere Elemente, die nicht fehlen sollten. Hierzu zählt die Auflistung der nächsten Schritte, denn bei Ihren Usern können unter Umständen noch einige Fragen offenbleiben:

-       Was passiert als nächstes?

-       Muss ich etwas Besonderes beachten/wissen?

-       Muss ich noch eine weitere Handlung durchführen?

-       Erhalte ich noch eine E-Mail mit Bestätigungslink?

-       Wie erhalte ich meinen Download, meine Dienstleistung, mein Produkt?

-       Gibt es eine Sendungsverfolgung?

Grundsätzlich sollten Sie die wichtigsten der potenziellen Fragen Ihrer User auf Ihrer Dankeseite gleich beantworten. Dazu müssen Sie nicht unbedingt einen Fließtext verwenden, sondern können die Antworten beispielsweise auch in Form einer Grafik oder Videos bereitstellen.

Zudem ist es enorm wichtig das Corporate Design nicht zu vernachlässigen. Achten Sie also darauf, dass die Dankeseite mit all ihren Elementen auch zu Ihrer Marke passt: Das beinhaltet sowohl das generelle Design mit Logo, geht über die Schriftart und -farbe bis hin zum Wording. Die passende Gestaltung dieser Seite zahlt positiv auf das Vertrauen Ihrer User in Ihr Unternehmen ein.

Neue Marketingimpulse setzen

Damit Sie die bestehende Aufmerksamkeit Ihrer User aufgreifen und mit ihnen in einen weiteren Dialog einsteigen bzw. die angefangene Kommunikation fortführen, können Sie diverse Möglichkeiten und Elemente nutzen, die Sie auf der Dankeseite einbinden können. Folgend einige Beispiele dazu.

Content-Angebote

Zeigen Sie Ihren Usern passenden Content, z. B. in Form eines Blogartikels, eines Videos oder einer Infografik und liefern Sie ihnen so einen wertvollen Mehrwert. So könnte jemandem, der eine Abenteuer-Reise gebucht hat, eine Packliste, eine Übersicht mit den interessantesten Hotspots oder einen kleinen Guide mit hilfreichen Sätzen in der entsprechenden Landessprache zum kostenlosen Download angeboten werden. So erhöhen Sie grundsätzlich die positive Wahrnehmung Ihres Unternehmens bei den Kunden.

Kundenkonto

Promoten Sie die Option ein Kundenkonto zu eröffnen und heben Sie dabei deutlich die Vorteile hervor, ob für weitere Einkäufe oder exklusive Angebote. Zudem sollten Sie Ihren Usern auch direkt die Möglichkeit bieten sich mit wenigen Klicks ein solches Konto einzurichten.

Newsletter-Promotion

An diesem Punkt innerhalb der Customer Journey ist es von Vorteil, Ihren Newsletter zu bewerben, um die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Kundenbindung zu erhöhen. Stellen Sie klar die Benefits einer Newsletter-Anmeldung heraus, wie aktuelle Informationen zu passenden Themen, Produktneuheiten, Gewinnspiele, Rabattaktionen und regelmäßige Angebote. Auch hier ist es wichtig, dass Sie das Anmeldeformular zum Newsletter direkt implementieren, um die Wahrscheinlichkeit einer Anmeldung zu steigern.

Cross- und Up-Selling

Da einige Artikel oftmals noch weitere Zusatzprodukte benötigen, eignet sich die Dankeseite hervorragend, um zum getätigten Kauf passende Produkte zu zeigen. So könnten Sie beispielsweise zum Kauf eines Laptops noch die passende Tasche oder eine USB-Maus bewerben.

Zusätzlich können Sie diese Angebote dynamisch gestalten. Geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, die aktuelle Bestellung innerhalb der nächsten 20 Minuten zu erweitern und dadurch im gleichen Bestellvorgang abzuwickeln. Somit hat Ihr Kunde den Vorteil, weitere Versandkosten zu sparen.

Auch Up-Sells können optimal integriert werden. So können Sie Ihrem User z. B. einen limitierten Rabatt auf ein Upgrade eines bereits georderten Basistarif oder Ähnliches anbieten.

Empfehlungen

Machen Sie Ihre Kunden zu Promotern Ihrer Produkte und bieten Sie Ihnen die Möglichkeiten, Ihre Produkte, die Marke oder das Unternehmen nach der Bestellung zu empfehlen. Hier eignen sich die verschiedenen Social-Media-Kanäle sehr gut. Integrieren Sie diese direkt mit der Option etwas zu teilen oder zu liken.

Bewertungen und Feedback

Um das User-Engagement sofort zu steigern, sollten Sie Ihre User direkt nach dem Kauf eins Produkts nach einer Bewertung z. B. Ihres Shops bitten. Zudem können Sie an diese Stelle auch eine kleine Umfrage zum besseren Kundenverständnis einbinden. So haben Ihre User das Gefühl gewisse Prozesse auf Ihrer Website aktiv mitgestalten zu können. Durch das Feedback erhalten Sie wiederum tolle Optimierungs-Ansätze für eine verbesserte User Experience.

Automatisieren Sie den Prozess

Auch wenn es schwierig ist, jeden einzelnen User individuell anzusprechen, sollte dies dennoch ihr Ziel sein – und das ohne zusätzlichen manuellen Aufwand! Mit einem zuverlässigen Analytics-Tool erhalten Sie dafür wertvolle Daten. Setzen Sie im Marketing also auf eine enge Verknüpfung mit der Webanalyse. Mit den Daten zum Userverhalten und dem Sammeln weiterer relevanter Daten können Sie eine Automatisierung in der persönlichen Kundenansprache erarbeiten. Entwickeln Sie anhand der verfügbaren Daten eine passende Personalisierungsstrategie und setzen Sie diese speziell auf Ihren Dankeseiten ein.

Fazit

Durch einen passenden Mehrwert für Ihre User, können Sie Ihre Dankeseiten als einen weiteren relevanten Kommunikations-Channel nutzen. Allerdings sollten Sie sich vorab Gedanken darüber machen, welche zusätzlichen Ziele Sie mit Ihren Dankeseiten anstreben.

Es ist keineswegs sinnvoll, so viele Elemente wie möglich unterzubringen, denn das überfordert den User und könnte den gegenteiligen Effekt haben. Weniger ist hier einfach mehr. Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Elemente passend sind, oder sich einfach mehrere Optionen ergeben, testen Sie diese einfach gegeneinander und entscheiden sie sich dann für eine Variante. Vergessen Sie aber nie, dass im Vordergrund jeder Dankeseite die Bestätigung einer ausgeführten Handlung und somit das Gefühl von Sicherheit für den User stehen muss.

 

Tatjana Hein ist sowohl im Content-Marketing, als auch im Analytics-Kosmos zu Hause. Als Content- und PR Managerin hat sie im Online-Marketing immer die neuesten Trends und Entwicklungen im Blick. Für den europäischen Analytics-Anbieter Piwik PRO schafft sie mit ihrer Expertise den Spagat zwischen beiden Bereichen, indem Sie Themen gekonnt und passend verknüpft und wertvollen Content dazu liefert.