#23/ 2018
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ein paar worte zum geleit

Wenn „tradierte Unternehmenskultur auf neue Arbeitsformen wie Co-Working, Cloudworking und Crowdworking“ treffen, könne man von einem „Clash of Cultures“ sprechen – zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie von Deloitte zum Thema Mittelstand und Arbeit 4.0. Von diesen Entwicklungen sind auch Verlage nicht ausgenommen, weswegen wir uns in diesem Heft ausführlich der Analyse der zweiten „Blitzumfrage Arbeits(zeit)modelle in Medienunternehmen“ widmen. Zwar gibt es in den meisten Verlagen inzwischen halbwegs flexible Arbeitszeitmodelle, und auch das Thema RemoteWork, also Arbeiten von überall, ist immer mehr im Fokus. Aber fast die Hälfte aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage ist nicht zufrieden mit den Regelungen im eigenen Haus. Und die technischen Voraussetzungen dafür seitens der Unternehmen sind, vorsichtig ausgedrückt, eher rudimentär. Über die Hälfte der Mitarbeiter bekommt das nötige Werkzeug nur teilweise oder gar nicht vom eigenen Unternehmen. Prozesstechnisch, vor allem aber auch unter dem Gesichtspunkt der immer wichtigeren IT-Sicherheit, ein Debakel. Über die Hälfte aller Mitarbeiter, die Homeoffice nutzen, fühlt sich nicht oder nicht ausreichend durch digitale Prozesse in der eigenen Effizienz unterstützt. Natürlich ist das Thema RemoteWork auch eine finanzielle (Ausrüstung) und mentale (Vertrauen zum Mitarbeiter) Herausforderung. Aber wie schrieb ein Teilnehmer der Umfrage so treffend: „Meines Erachtens ist es dringend überfällig, Homeoffice anzubieten, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, zu halten und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen.“

Gewinnen lässt sich auch an ganz anderer Stelle etwas. Die Rede ist von Pinterest. Gehört haben fast alle schon von diesem sozialen visuellen Netzwerk, tatsächlich waren auch schon viele Verlage dort aktiv – um dann vor 2 bis 3 Jahren größtenteils die Aktivitäten einzustellen. Im Nachgang vielleicht etwas fahrlässig, denn von vielen unbeachtet boomt Pinterest, mehr sogar als das in Verlagskreisen so gehypte Instagram. Sicher kein Kanal für jede Zielgruppe – aber unsere Praxisberichte zweier Kollegen aus landwirtschaftlichen Verlagen zeigen, dass man sich Pinterest zumindest einmal genauer ansehen sollte.

Immer wieder im digital publishing report Thema: Direktkundenbeziehung, gestützt auf technische Systeme und Prozesse, in kurz: CRM. Das kostet neben vielen anderen Dingen erst einmal Geld. Und dessen Return-on-Invest kann schnell gefährdet werden – wir zeigen, womit und was man dagegen tun kann. Daneben findet sich ebenfalls ein häufiges Thema: Kennzahlen, in dieser Ausgabe am Beispiel von Newsletter-Tests. 

In den nächsten Ausgaben werden wir uns auch verstärkt dem Thema „Unternehmensinterne Kommunikation“ widmen. In diesem Magazin zeigen wir, dass Social Intranets und Enterprise Social Networks weniger interne Redakteure brauchen, die pausenlos Inhalte produzieren, sondern „Intranet-Gärtner“. Gärtnern Sie mit!

Eine gute Lektüre wünscht

Steffen Meier