#21/ 2019
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der tod des gatekeepers

In gesellschaftlichen Debatten hat der klassische Journalismus harte Konkurrenz bekommen. Die sozialen Medien machen ihm seine Rolle als Plattform für unterschiedliche Standpunkte sowie seine Agenda-Setting-Funktion streitig. Im öffentlichen Ringen um die Urheberrechtslinie im ersten Quartal dieses Jahres dominierten Spins, die aus Internet- Communitys kamen, die Szene; zeitweise trieben die Web-Akteure die bisherigen Meinungsführer aus Politik und Medien vor sich her. Die Gatekeeper-Funktion des Journalisten, die vor wenigen Jahren noch kaum jemand anzweifelte, war nicht mehr zu erkennen.

In den USA führen nicht nur „konservative“ und „liberale“ Medien gegeneinander einen Grabenkrieg. Auch dort kämpfen Internet-Communitys und etablierte Medien um die Deutungshoheit über das politische und gesellschaftliche Geschehen. Der Ton, in dem öffentliche Debatten überall im freien Teil der Welt geführt werden, ist rauer und brutaler geworden, und mit Fakten haben nicht nur ideologisierte Websites à la Breitbart ein Problem. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welchen Beitrag der Journalismus zu einer demokratischen Debattenkultur leisten kann und welche Voraussetzungen er dafür erfüllen muss.


Zusammenfassung:

  • Journalisten besaßen etwa 370 Jahre lang die Deutungshoheit über Sachverhalte und Ereignisse und setzten damit auch die Agenda. Diese Rolle können sie jedoch nicht glaubwürdig ausüben, wenn sie selbst zur Partei werden oder mit eigenen Botschaften in die Debatte eingreifen. Konkurrenz aus den sozialen Medien sowie eigene Fehler haben diese Position untergraben.
  • Mit Kampagnen-Journalismus klären Medien keine Missstände auf, sondern beschädigen ihre eigene Glaubwürdigkeit.
  • Der Ausweg: Sich auf das fokussieren, was guten Journalismus ausmacht, und daraus neue Ideen entwickeln.

Demokratie braucht Streit, und ohne Alternativen gibt es keine Entscheidungsfreiheit. Doch die Kontrahenten brauchen Plattformen, auf denen sie ihre Positionen präsentieren können, und Moderatoren, die deren Standpunkte hinterfragen, Zusammenhänge erläutern und Argumente gegeneinander abwägen. Eine klare Aufgabe für Journalisten. Doch seit einiger Zeit läuft die Maschine nicht mehr rund: Der argumentative Streit wird zur gegenseitigen Beschimpfung, das Phänomen der digitalen Filterblase hat längst auch den Weg ins analoge Leben gefunden, und in Debatten ersetzt das ich-bezogene Gefühl zusehends die Vernunft. Hinzu kommt, dass Journalisten von vielen nicht mehr länger als unabhängige Moderatoren von Meinungsbildungsprozessen gesehen werden, sondern als Teil einer elitären Community, zu der auch Politiker, Topmanager, Wissenschaftler und Kulturschaffende gezählt werden.

Man muss diese Sicht nicht teilen. Doch vergleicht man öffentliche Debatten heute beispielsweise mit denen zu Beginn der 1980er Jahre, fällt eines auf: Angesichts der damaligen Bedrohung durch nukleare Rüstung und des nahezu unlösbar erscheinenden Problems der Massenarbeitslosigkeit schlugen auch seinerzeit die Emotionen hoch. Doch letzten Endes ging es im öffentlichen Diskurs mehr um die Sache und um Handlungsalternativen. Mit selbstbezogenen Missfallensbekundungen oder bewusstem Leugnen der Realität kam man nicht weit.

Wie kann es der Journalismus – ganz gleich, ob wir hier von Zeitungsverlagen, öffentlich-rechtlichen Sendern oder web-basierten Blogs, Newslettern und Podcasts reden – schaffen, in Debatten wieder die Deutungshoheit zu erlangen? Dazu drei Thesen:

These 1: Debatten aus der Web-Community werden häufiger in den – analogen – öffentlichen Raum drängen.

These 2: Ein Journalismus, der sich politisieren lässt, verspielt seine Glaubwürdigkeit.

These 3: Der Journalismus muss wieder Triebfeder und Transmissionsriemen in öffentlichen Debatten werden.

 

Debatten aus der Web-Community drängen in den analogen Raum

Wer vor wenigen Jahren noch eine Debatte zu einem ihm wichtigen Thema anzetteln wollte, suchte wie selbstverständlich die Kooperation mit den etablierten Medien. Von Altbundeskanzler Gerhard Schröder ist der Satz überliefert: „Zum Regieren brauche ich nur Bild, BamS und Glotze.“ Schröder handelte entsprechend und nutzte seine mediale Präsenz effektiv, um Regierungsvorhaben voranzutreiben. Und lange Zeit schien es, als ob auch Shitstorms oder Flashmobs lediglich kurzfristige Erscheinungen blieben, von denen keine nachhaltigen Effekte zu erwarten waren.

Spätestens seit der Debatte um die Urheberrechtsreform dürfte diese Einschätzung widerlegt sein. Noch um die Jahreswende schien es, als bleibe die Webgemeinde mit ihren Bedenken gegen das neue Regelwerk unter sich. Im Web tobte der Protest, doch die dort geforderten Demonstrationen blieben zunächst aus, und die meisten glaubten, die Debatte werde sich verflüchtigen wie ein Shitstorm um die neue Haartracht einer Pop-Ikone. Weit gefehlt. In den Tagen vor der Abstimmung im EU-Parlament gingen Hunderttausende auf die Straße. Selten zuvor hatte eine bevorstehende Parlamentsentscheidung in der EU eine derart große öffentliche Aufmerksamkeit.

Selbstverständlich wurden die Ereignisse von den Medien begleitet, Argumente wurden vorgestellt, auf ihren Plausibilitätsgehalt untersucht und kommentiert, ebenso die Reaktionen der mit der Entscheidung befassten Politiker. Doch oftmals sah es aus, als liefen die Journalisten den Ereignissen nur noch hinterher. Die Debatte folgte nicht mehr den Regeln von AV- und Printmedien, sondern den Gewohnheiten einer Web-Community, die sich nicht an anerkannte redaktionelle Maßstäbe hält. Das bedeutete vor allem: starke Emotionalisierung, eine Verengung der Argumente auf wenige Spins und den Gebrauch von Begriffen, die die Sachverhalte verzerrten: Die Verteidigung des Rechts auf geistiges Eigentum wurde mit „Zensur“ gleichgesetzt, der „Upload-Filter“ zum Synonym für das Böse an sich erhoben.

An dieser Stelle soll nicht die Sinnhaftigkeit oder die Effektivität der Urheberrechtsreform diskutiert werden. Auch die Frage, ob die Wucht, mit der sich der öffentliche Widerstand schließlich Bahn brach, von amerikanischen Internet-Konzernen befeuert wurde, müssen andere beantworten. Für unser Thema ist bestimmend: Die Debatte lieferte einen neuen Beleg dafür, dass die Medien nicht mehr der alleinige Gatekeeper sind. Die Konkurrenz aus dem Web spielt jedoch nach anderen Regeln, und oftmals sind es die der Polemik, der Hetze und der Propaganda.

Der Journalismus hat dann eine Chance, wenn es ihm gelingt, diese Regeln zu durchkreuzen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk äußerte Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler an der Universität Tübingen, Journalisten hätten in Zukunft eine Art Zweit-Job: Neben dem des Gatekeepers, also dem, der die Informationen auswählt, auch den des Gatereporters. Das bedeute: Journalisten zeigen ihrem Publikum, wie sie an ihre Informationen und zu ihrer Story gekommen sind. Sie erläutern, warum sie einer bestimmten Quelle glauben, warum sie die gewonnenen Informationen für relevant halten und warum sie ihre Quelle als seriös erachten.

Dennoch wird es nicht einfach werden, öffentliche Debatten wieder konsequent nach dem Realitäts- und Rationalitätsprinzip zu führen. Die Medien allein werden das nicht schaffen. Es muss künftig zum Bildungskanon gehören, Informationen und Propaganda auseinanderhalten zu können, Fake News von realen Nachrichten zu unterscheiden und den Unsinn vermeintlich einfacher Lösungen zu erkennen.

 Ein Journalismus, der sich politisieren lässt, verspielt seine Glaubwürdigkeit

Wenn Politiker oder Gruppierungen mit autokratischen Tendenzen die Agenda setzen, geraten Journalisten in die Gefahr, selbst politisiert zu werden. In den USA hat die publizistische Polarisierung eine Vorgeschichte: Die gesellschaftliche Spaltung begann bereits in den 1980er Jahren unter Präsident Ronald Reagan. Seitdem wurde die politische Lagerbildung immer extremer. Während die deutschen Leitmedien in dieser Zeit, vor allem seit etwa Mitte der 1990er Jahre, ihre klare Orientierung an politischen Lagern zugunsten der Abbildung eines breiteren Meinungsspektrums aufgaben, versuchten US-Medien immer mehr die tatsächliche oder geglaubte politische Orientierung ihrer Zielgruppen zu adressieren. So wurde die TV-Station Fox News zum Haussender der konservativen Republikaner, während CNN und MSNBC als Sprachrohr der linksliberalen Wählerschaft gesehen werden können.

Wohin das führen kann, zeigen die beiden reichweitenstärksten Polit-Shows der USA, die eine ausgestrahlt von MSNBC, die andere von Fox News. Nach Beobachtung von Antje Schmelcher, Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, gewinnt man den Eindruck, die beiden Sendungen befassten sich mit zwei unterschiedlichen Ländern: The Ingraham Angle, präsentiert von Laura Ingraham bei Fox News, spiegelt demzufolge in allen Themen die potenzielle oder tatsächlich Ansicht des derzeitigen Amtsinhabers wider. Nicht nur die Kommentierung, sondern auch die Auswahl der Themen und Gesprächspartner, der Umgang mit Studiogästen – den Demokraten Nahestehende werden gerne abrupt unterbrochen – all dies scheint auf das Weltverständnis von Donald Trump und seinen Unterstützern zugeschnitten zu sein. MSNBC zeigt – ebenfalls täglich – das linksliberale Pendant: die Rachel Maddow Show. Schmelcher attestiert beiden Sendungen, dass sie die Wirklichkeit verzerren. Wer beide Polit-Shows über denselben Sachverhalt gesehen habe, könne sich kein Bild von der Realität machen.

Ein anderes Beispiel für die Gefahr der Desinformation durch Politisierung sind diverse Investigativ-Berichte von CNN und MSNBC, die sich mit Donald Trump und den Verfehlungen seines Wahlkampf-Teams befassten. Nachdem FBI-Sonderermittler Robert Mueller im März seinen Abschlussbericht vorgelegt hatte, listete die dem äußeren Rand des rechten Spektrums zuzurechnende Website The Daily Caller genüsslich zahlreiche Berichte der Sender CNN, ABC und MSNBC auf, die die Redaktionen später zurücknehmen mussten: Die Journalisten waren unseriösen Quellen aufgesessen, hatten unsorgfältig recherchiert und folglich diverse Falschmeldungen verbreitet. Die Häme der rechtsideologischen Website auf der einen Seite sowie das bewusste Ausblenden von Fakten oder zumindest die mangelnde Gegenrecherche auf der anderen Seite zeigen: Hier soll Journalismus als Waffe dienen, um dem jeweils anderen Lager den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Der Ruf journalistischer Produkte als glaubwürdige Informationsquelle wird mit solchen Sendungen beschädigt, die Position der Medien insgesamt wird geschwächt. Den Nutzen daraus zieht in den USA nur einer: Donald Trump.

Der Journalismus in Deutschland ist gewiss noch weit entfernt von den Verhältnissen in den USA, zumal das politische Umfeld hier ein anderes ist. Gleichwohl sind in jüngster Zeit Tendenzen zum kampagnenartigen Journalismus, der die Meinung der Leser, Zuhörer oder Zuschauer vorwegnimmt, auch hierzulande nicht zu übersehen. Die Hauptaufgabe des Journalismus, Sachverhalte den Fakten nach zu sortieren und Meinungsbildungsprozesse zu moderieren, wird hierdurch erschwert, die eigentlich starke Position der Medien wird untergraben. 

Der Journalismus muss wieder Triebfeder und Transmissionsriemen in öffentlichen Debatten werden.

Die Debatte um die Urheberrechtsreform hat gezeigt, wie effektiv Social-Media-Akteure darin sein können, die Themen der öffentlichen Agenda zu setzen. Es gibt aber noch einen weiteren Faktor, der die Position des Journalismus aushöhlt: Viele Bürger, auch solche mit Hochschulabschluss und mit hoch qualifizierter beruflicher Tätigkeit, hinterfragen die Glaubwürdigkeit etablierter AV- und Printmedien. „Mediennutzer und Medienmacher befinden sich in einer Art Beziehungskrise“, konstatierte Gabor Steingart in seinem Morning Briefing-Podcast vom 14. März. In derselben Sendung kritisierte der Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz das Selbstverständnis vieler Journalisten: keine Trennung von Information und Meinung, eine zu große inhaltliche Nähe zur Regierung von Angela Merkel und einen geradezu missionarischen Eifer, die Welt vor dem Bösen retten zu wollen.

Man muss nicht alle Positionen Bolzʼ unterstützen, und gewiss trifft sein Urteil, wie er selbst sagt, bei Weitem nicht auf alle Journalisten zu. Klar ist aber auch: Als Moderatoren öffentlicher Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse sind solche Journalisten nur bedingt geeignet.

Die Deutungshoheit wiederherstellen

Deshalb sollte auch unter Journalisten eine Debatte darüber geführt werden, wie die eigene Deutungshoheit wiederhergestellt werden kann. Abgesehen davon, dass neue Darstellungsformen und Kommunikationskanäle gefunden werden müssen, um vor allem das jüngere Publikum anzusprechen, könnte es um die folgenden Themen gehen:

  1. Wie können Journalisten künftig ihre professionellen Stärken besser nutzen? Dazu gehören: die Fähigkeit, den Kern der Nachricht zu erkennen, anstatt sich von der Verpackung täuschen zu lassen; Information und Meinung strikt voneinander zu trennen; komplexe Sachverhalte transparent zu machen und Einzelinformationen in einen Kontext einzuordnen; Missstände und Verfehlungen aufdecken und öffentlich machen.
  2. Die Denkstrukturen ändern, die einen Fall wie Claas Relotius möglich gemacht haben. Hohe Click-Zahlen machen keine gute Story, und die Bestätigung von Vorurteilen z. B. gegenüber bestimmten Berufen, Regionen oder Wählergruppen ist keine substanzielle und lesenswerte Gesellschaftsreportage. Damit zerstört man Vertrauen beim Leser. Und nicht nur an der Börse gilt: Vertrauen aufbauen dauert viele Jahre – es zu zerstören, dazu bedarf es weniger Sekunden.
  3. Mit welchen Mitteln kann man demagogische und radikale politische Stile bekämpfen, ohne selbst Partei zu werden? Wie stellt eine Redaktion sicher, dass sie eine Enthüllungsgeschichte nicht zurücknehmen muss, etwa weil die wichtigste Quelle unseriös war?
  4. Auftrag und Rolle der öffentlich-rechtlichen Medien: Es nützt nichts, wenn Intendanten und Chefredakteure immer wieder dieselbe Botschaft senden: „Wir machen alles richtig“. Jeder selbstkritische Blick ins eigene Programm dürfte den Verantwortlichen zeigen, dass sie damit falsch liegen. Darüber hinaus sollten Journalisten mehr darüber nachdenken, wie sie sich innerhalb ihrer Sender offensiver für redaktionelle Interessen einsetzen können. Nicht nur Außenstehenden fällt auf, dass es bei Sparrunden meist das Programm und dessen Qualität trifft, selten aber die Verwaltung.
  5. Nach kreativeren Formen suchen, wie die Agenda-Setting-Funktion des Journalismus wiederhergestellt werden kann. Den Handlungsgrundsatz hierfür formulierte Jay Rosen, Journalistik-Professor an der New York University, im Sommer vergangenen Jahres in seinem offenen Brief an die deutschen Redaktionen: „Als Journalisten haben Sie nicht die Aufgabe, den Leuten zu sagen, was sie denken sollen. Ihre Aufgabe ist es, sie auf Dinge aufmerksam zu machen, über die sie nachdenken sollten.“ Doch es reiche weder, schreibt Rosen weiter, als Redaktion Themen festzulegen, noch die Agenda der Regierenden zu übernehmen, geschweige denn, sich nach dem Unterhaltungswert von Themen zu richten. Rosen schlägt Redaktionen vor, ihre Agenda transparent zu machen und klar zu begründen, warum ein bestimmtes Thema relevant ist.

Der Journalismus wird gebraucht wie selten zuvor. Doch wenn er sich durch Übertreibungen, Voreingenommenheit oder Politisierung unglaubwürdig und angreifbar macht, kann er seine Rolle nicht effektiv ausüben. Dann droht der Tod des Gatekeepers.

Der Beitrag stammt aus dem Weißbuch „Nachhaltige Kommunikation in unübersichtlichen Zeiten“, herausgegeben von Dr. Hans Peter Canibol und Susanne Theisen-Canibol. https://www.faktenundkoepfe.de/verlag/#&gid=1500440604&pid=2

 

Matthias Dezes ist Inhaber der Kommunikationsberatung DEZES Public Relations. Die in Frankfurt am Main ansässige Agentur berät Kunden in allen relevanten Fragen der externen Kommunikation. Schwerpunkte sind Pressearbeit einschließlich Social Media, CEO-Positionierung, Issue-Management (u. a. Krisenkommunikation) sowie Kapitalmarkt- und Transaktionskommunikation. Konzeption und Moderation von Podiumsdebatten gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum. Zu den Kunden zählen Banken und andere Finanzdienstleister, Wirtschaftskanzleien sowie börsennotierte Unternehmen aus der Immobilien- und Energiebranche, überwiegend mit Hauptsitz im Ausland, v.a. in den USA und UK. Matthias Dezes war Redakteur bei der Financial Times Deutschland und Pressesprecher zweier führender Wirtschaftskanzleien sowie der Citibank (heute: Targobank). Als Director in der Agentur Financial Dynamics (heute FTI) begleitete er zahlreiche Private-Equity-Transaktionen und beriet Mandanten im Krisen- und Change-Management. Er studierte Politikwissenschaft, Amerikanistik und Völkerrecht an den Universitäten Bonn, Passau und Seattle und hält einen M.A.-Abschluss der Universität Bonn.