#20/ 2018
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ein paar worte zum geleit

Angefangen hatte es vor 50 Ausgaben und zwei Jahren mit der leider wenig überraschenden Erkenntnis, dass es für die Medienbranche, vor allem für die klassische Verlagsbranche kein Medium gab, das sich explizit dem digitalen Wandel widmet. Und dies angesichts der Tatsache, dass gerade diese Veränderungen eigentlich jeden betreffen und die Auswirkungen von der eigenen täglichen Arbeit über die Prozesse und Technologien bis hin zu rasanten Veränderungen der Zielgruppen von Verlagen reichen. Natürlich gab es immer wieder Austauschplattformen, die am Ende aber lose, unverbindlich und unstrukturiert blieben und immer von wenigen Akteuren abhängig waren. Wissenstransfer fand oft in kleinen Gruppen statt: in den berühmten „Kaminzimmern“ oder in informationsarmen Frontalvorträgen.

Deswegen war und ist es seit der ersten Ausgabe die elementare Aufgabe des digital publishing report, diesen Transfer auf einer breiten thematischen Basis zu gewährleisten, auf Augenhöhe, mit Impulsen aus allen Branchen (die Digitalisierung findet ja schließlich nicht nur in der Medienwelt statt), einordnend, aber auch ganz praktisch. Die inhaltliche Klammer war dabei immer „digital“ und „Medien“, und dies wird auch so bleiben.

Die inhaltliche Bandbreite hat sich schon in der allerersten Ausgabe gezeigt: Chatbots und Strategien für Verlage, der E-Book-Markt, Messenger-Systeme, Newsletter-Marketing. In der zweiten Ausgabe ging es dann um Führung, Content Marketing, Storytelling, Audience Development, neue digitale Erzählformen der Verlage und das Schulbuch der Zukunft. Diesen und weiteren Zukunftsthemen werden wir mit Sicherheit auch die nächsten 50 Ausgaben widmen.

Der Erfolg des digital publishing report basiert aber nicht nur auf dem nachhaltigen Wohlwollen der Leser. Vor allem den vielen Autorinnen und Autoren muss an dieser Stelle gedankt werden, die auf unsere thematischen Anfragen meist schnell, spontan und hilfsbereit reagierten und zudem viele weiterführende Impulse lieferten. Auch das Team rund um den digital publishing report ist gewachsen und hat viel zu seiner Professionalisierung beigetragen – und hat aus dem „Ein-Mann-Nachtarbeit“-Projekt etwas gemacht, auf das wir stolz sein können und das inzwischen in der Medienbranche seinen journalistischen Platz gefunden hat.

Interessanterweise erleben wir mit den digital publishing report (nur etwas mehr „Zeitraffer“) dieselben Entwicklungen wie viele andere Branchenteilnehmer: Die Monetarisierung von Content ist schwierig – was zählt, ist Reichweite, Zielgruppenwissen und die richtigen Produkte auf dem richtigen Kanal. Will heißen: Obwohl es den digital publishing report als Magazin immer noch in PDF-Form zum Ausdrucken gibt, widmen wir uns daneben inzwischen neuen Modellen: unseren Webinaren, die mit dem Herbstprogramm schon den Umfang einer digitalen Akademie erreichen, Marktforschungsaktivitäten, ersten Dienstleistungen für die Branche. Und unser Ideen-Pool wird nicht kleiner: Sie dürfen also gespannt sein, was wir aus dem Motto unserer ersten Ausgabe noch alles entwickeln: „Machen ist wie Wollen – nur krasser!“

Zum Jubiläum haben wir ein paar Zahlen zu 50 Ausgaben dpr zusammengestellt:


Steffen Meier und Daniel Lenz