Carina Drost
Ein paar Worte zum Geleit
Haben Sie schon einmal ein Unternehmenslogo gehört? Wenn Sie sich jetzt fragen, ob ich im Laufe des Tages zu viele Tassen Kaffee hatte, dass ich visuelle Grafiken hören kann, dann liegen Sie damit vielleicht nicht ganz daneben. Trotzdem: Audio lässt uns binnen kürzester Zeit eine ganze Marke assoziieren. Die vorangehenden fünf Töne des „Ich liebe es“-Jingles der Fastfood-Kette McDonalds müssen nicht erklärt werden. Sie sind automatisch im Ohr. Das gleiche Spiel gilt bei der Telekommunikationsgesellschaft Telekom. Sie hat ebenfalls vorgemacht, wie wichtig der Marken-Klang für die Identität des Unternehmens sein kann.
Audio ermöglicht es, Informationen in kurzer Zeit ohne Anstrengung zu erfassen. Das Phänomen Podcast hat gezeigt, dass der aktuelle Trend immer mehr in diese Richtung tendiert. Branchennews oder Interviews auf diversen Plattformen sind auf rein auditiver Ebene nicht mehr wegzudenken. Der Bestseller-Autor Sebastian Fitzek hat das bereits begriffen und seinen neuen Psychothriller „Playlist“ gänzlich auf den Hörsinn gestützt: Er verknüpfte Lieder namhafter Künstler mit der Storyline seines Buches. Ein bis dato noch nie dagewesenes Erlebnis für die Leserschaft und ein kluger Schachzug hinsichtlich der Freundschaft zwischen Printmedium und Technologie.
Auch innerhalb der Medienbranche gewann Audio Branding immer mehr an Popularität. Wieso dieses Wissen nicht nutzen und es in der Verlagswelt anwenden? Judith Scondo und Manuela Töpfer der dtv Mediengruppe haben sich an dieses Projekt gewagt. Im Interview erzählen sie, wie es ist, ein ganzes Unternehmensportfolio in wenige Sekunden Sound zu verpacken. Ihre Antworten und das animierte Soundlogo finden Sie auf den kommenden Seiten.
Das Ende des Jahres naht, die letzte Novemberwoche verspricht im Rahmen des Black Fridays sagenhafte Angebote in Onlineshops. Im E-Mail-Postfach liegt die Nachricht eines Händlers, der mit dem meisten Rabatt wirbt. Link angeklickt, Benutzername und Passwort eingegeben, fertig. So schnell kann es gehen: Sensible Daten in den Händen eines Fremden – Phishing. In dieser Ausgabe lesen Sie den ersten Teil eines Leitfadens zu Cybersicherheit.
Während sich der Handel und potenzielle Kunden und Kundinnen für die diesjährige Rabattschlacht vorbereiteten, standen Hacker bereits in den Startlöchern und witterten ihre Chance. Dass es mittlerweile auch im Netz Schwachstellen gibt und virtueller Raub stattfinden kann, ist in Zeiten der Digitalisierung kein Geheimnis mehr. Unter Diebesgut fällt heute nicht mehr nur das haptische Materielle, das beispielsweise aus einem Einkaufsladen entwendet wird, sondern im Worst Case die hinterlegten Bankdaten in einem Online-Account oder die privaten Fotos in einer Cloud.
Um sogenannte Cyberattacken und Datenmissbrauch zu vermeiden, hilft es, sich im Vorfeld bereits mit einigen Begrifflichkeiten vertraut zu machen. Wie erkenne ich welche Arten von Cyberangriffen? Worauf gilt es zu achten? In dieser Ausgabe finden Sie Definitionen und Begriffe rund um die digitale Sicherheit und verschiedene Arten von Cyberangriffen.
Dies ist die letzte DPR-Ausgabe dieses (wiederholt) turbulenten und dennoch ereignisreichen Jahres. Das gesamte Team bedankt sich bei allen mitwirkenden Autoren und Autorinnen, Sponsoren und Sponsorinnen, Teilnehmenden der Webinare und Konferenzen und zu guter Letzt bei Ihnen – den Leserinnen und Lesern unseres Magazins.
An dieser Stelle würde ich Ihnen eine stressfreie Vorweihnachtszeit und erholsame Feiertage wünschen. Jedoch wurde mir eine Liste mit weihnachtlichen Tabu-Wörtern vorgelegt, um meine Vorfreude in Zaum zu halten und dieses Vorwort ein Vorwort sein zu lassen. Daher bediene ich mich lieber nicht eines rhetorischen Stilmittels namens „Präteritio“, um Ihnen ein funkelndes Fest zu wünschen.
Viel Freude bei der Lektüre und bis nächstes Jahr!
Carina Drost
Redaktion
DIGITAL PUBLISHING REPORT