#12 / 2018
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ein paar worte zum geleit

Eines der größten sozialen Netzwerke der Welt, Facebook, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Zuerst werden dort präsente Unternehmen düpiert, nachdem Änderungen der Plattform dafür sorgten, dass die Reichweiten der Facebook-Seiten teilweise massiv einbrachen. Dann ein Daten-GAU allererster Güte unter dem Stichwort „Cambridge Analytics“, der den Gründer Mark Zuckerberg zu diversen Gängen nach Canossa zwang. Dazu noch die Regelungen im Zuge der DSGVO, die vor wenigen Wochen in Kraft traten und so ziemlich jedes Unternehmen betrafen, die Umgang mit Nutzerdaten (aus welcher Motivation heraus auch immer) hatten und haben. Und just dieser Tage ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, von dem schon gemunkelt wird, es sei der Tod jeder Facebook-Seite. Im Kern geht es darum, dass das Gericht die Seitenbetreiber in der Pflicht sieht, sich DSGVO-konform zu verhalten, also Auskunftspflicht, Löschpflicht etc. Was gerade auf Facebook schwierig ist, da der Betreiber in Menlo Park sitzt. Wer sich mit der Thematik auseinandersetzen möchte, dem sei ein Beitrag der Juristin Anja Neubauer zu empfehlen – vielleicht in Kombination mit einem Kopfschmerzmittel.

Interessanterweise sind in dem Urteil Gruppen auf Facebook nicht betroffen, deswegen kommt es passend, dass wir in dieser Ausgabe des digital publishing report drei Artikel versammelt haben, die sich damit beschäftigen, ob und wie Verlage erfolgreich in und mit Facebook-Gruppen agieren können.

Ähnlich turbulent ist auch das Großthema „Digitale Transformation“. Hier nehmen uns Christopher Rheidt und Daniel Wagenführer, Geschäftsführer und Digitalchef eines mittelständischen Unternehmens, auf eine Reise ins weitgehend Unbekannte.

Dann aber heißt es Ärmel hochkrempeln: Wir widmen uns ganz praktisch und pragmatisch der Frage, wie man im E-Commerce mit nicht-bestellten Waren Geld verdienen kann, wie man Slideshows auf Facebook erstellt (immerhin leben wir in der „Ära Visuelle Information“). Und auch einem herstellerischen Thema. InDesign dürfte unter den Gestaltungsprogrammen wohl unangefochtener Platzhirsch sein, in den meisten Verlagen wird damit gearbeitet. Aber auch hier ist Luft nach oben – vor allem, wenn man sich die Möglichkeiten der Automatisierungen genauer ansieht. Was wir exakt in dieser Ausgabe machen – neben einem Webinar Ende Juni, das sich den wichtigsten Indesign-Automatisierungstechniken widmet.



Viel Vergnügen und Erkenntnisse!

Steffen Meier