Name des Unternehmens/Produkts
HAPPYGANG - Das Social Media Powerhouse HAPPYGANG gehört zum Medien- und Marken-Accelerator cormes.
GründerInnen
Cengiz Kurt gründete das Medien- und Markennetzwerk cormes, aus dem die Agentur-Marke HAPPYGANG hervorging. Christof Szwarc ist Geschäftsführer. Martin Schottstädt leitet als CMO der Agentur das Projekt “HAPPYGANG”.
gegründet (Datum)
Im Jahre 2001 wurde die cormes GmbH und im Jahre 2020 die HAPPYGANG gegründet.
GeschäftsführerInnen
Geschäftsführer der cormes sind Christof Szwarc und Cengiz Kurt. Die HAPPYGANG wird von Martin Schottstädt geführt.
Anschrift
HAPPYGANG (cormes GmbH)
Reichenberger Str. 36
10999 Berlin
Kontakt
Christof Szwarc
Martin Schottstädt
E-Mail-Adresse
szwarc@cormes.de
schottstaedt@happygang.org
Website
https://karriere.cormes.de/
https://www.happygang.org/
Welche Produkte/Dienstleistungen bieten Sie an?
Als erstes unabhängiges Social Media Powerhouse in Deutschland entwickeln wir mit eigenproduzierten Inhalten - wie Videos, Live-Shows, Reels, Stories und Bildern – nationale sowie international starke Medienmarken. Zu unseren Kernmarken gehören unter anderem "WISSTIHRNOCH?“, welche über Facebook, Instagram, Snapchat, YouTube, Twitch oder TikTok ein Millionenpublikum erreicht. Die HAPPYGANG vereint über acht Millionen Fans und gehört somit zu den größten unabhängigen Social-Media-Publishern in Deutschland.
Mit dem Fokus auf natürliche Reichweite und viralem Content beraten wir zudem auch weitere Marken bei der Umsetzung ihrer Social-Media- und Content-Strategien und erschaffen reichweitenstarke Portfolios an owned und operated Channels.
Welche Probleme lösen Ihre Produkte/Dienstleistungen?
Unsere über 40 Expert:innen aus den Bereichen Social Media, Redaktion, Business Intelligence, Visual Design und Video-Produktion kreieren täglich unzählige bewegende Storys. Mit unserem Content wollen wir weltweit mit viel Liebe und Freude für Unterhaltung sorgen und einen neuen Maßstab in Sachen Entertainment definieren. Unser Ziel ist, es Menschen mit gemeinsamen Themen wieder zu vereinen, sie zum Lachen und Nachdenken zu bewegen. Wir wollen Interaktion über Generationen und Kanäle hinweg erzeugen. Mit dem täglichen Wissen aus unseren Eigenproduktionen wollen wir außerdem andere Unternehmen und Markern darin unterstützen, sich als reichweitenstarke Player medial von ihrer Konkurrenz abzuheben.
Was unterscheidet Ihre Lösung von anderen?
Im Entertainment-Bereich gibt es kaum jemanden, der mehr zu bieten hat. Unser Erfolgsgeheimnis ist unsere analytische und kreative Arbeitsweise. Wir haben bereits millionenfach Social Media Assets veröffentlicht und damit einen einzigartigen Datenpool geschaffen. Über dieses Wissen und unseren emotional positiven Ansatz generieren wir gezielt viralen Content, der Millionen von Menschen glücklich macht. Unsere Content Pieces kommen dabei aus einer Hand: von der Idee, über die Kreation, der Produktion, dem Publishing bis hin zum Marketing. Wir verfügen über ein eigenes Produktionsstudio in Berlin Kreuzberg und über ein großes Netzwerk an Public Figures und Influencern, mit denen wir täglich zusammenarbeiten. Als offizieller Medienpartner von Facebook und Snapchat können wir unsere Expertise und unser Wissen über Unternehmensmarken auch erfolgreich an andere Unternehmen weitergeben.
Wie sehen Sie die Medienlandschaft in drei Jahren?
In den kommenden drei Jahren werden Live-Formate weiter an Bedeutung gewinnen. Konsumenten wollen nicht mehr nur unterhalten werden, sondern in ein immersives Medienerlebnis eintauchen, das auf ihre persönlichen Bedürfnisse und Interessen zugeschnitten ist. Formate, die auf VR und AR setzen, werden sich zunehmend als Standard etablieren. Public Figures und Influencer werden sich weiterhin nur dann behaupten können, wenn sie die veränderten Bedürfnisse der Viewer in ihren Content einbinden. Videobasierter Content wird weiterhin den Ton angeben, gleichzeitig wird jedoch die Bedeutung von Print nicht weiter abnehmen. Sowohl im Bereich Entertainment als auch B2B möchten Konsumenten nach wie vor über klare Botschaften und Bilder angesprochen werden, denn hier finden die Zuschauer weiterhin Zuflucht vor Informationsüberflutung und medialer Redundanz.
Name des Unternehmens/Produkts
aiconix
GründerInnen
Eugen Gross
gegründet (Datum)
April 2018
GeschäftsführerInnen
Eugen Gross
Anschrift
Harburger Schloßstraße 6-12
21079 Hamburg
Kontakt
Eugen Gross
E-Mail-Adresse
office@aiconix.ai
Website
www.aiconix.ai
Welche Produkte/Dienstleistungen bieten Sie an?
aiconix ist ein KI-Technologie Enabler und Lösungsanbieter für die Analyse und Verarbeitung von audio-visuellen Inhalten. Mit unseren Lösungen wie Live-Streaming Transkription und Untertitelung, automatisierte Anreicherung von audiovisuellen Inhalten mit Metadaten, Auto-Katalogisierung von Medienarchiven und Analyse-Tools wie Gesichtserkennung oder Objektlokalisierung, helfen wir unseren Kunden, ihre audiovisuellen Inhalte anzureichern, um sie auffindbar, durchsuchbar und nutzbar zu machen.
Welche Probleme lösen Ihre Produkte/Dienstleistungen?
Die Automatisierung einer Vielzahl von Routinetätigkeiten wie Metadatenkennzeichnung, Archivsuche und Transkription ist für viele Unternehmen von großem Interesse, da diese Aufgaben oft manuell erfolgen und Zeit kosten.
Mit Live-Streaming-Transkriptionen können Events, Konferenzen, etc. automatisiert untertitelt und in andere Sprachen übersetzt werden. Untertitel sind für Gehörlose und Hörgeschädigte unerlässlich und helfen Nicht-Muttersprachlern beim Verstehen. Untertitel sind außerdem entscheidend, wenn es darum geht, SEO und Auffindbarkeit zu verbessern.
Was unterscheidet Ihre Lösung von anderen?
Wir sind ein deutsches Unternehmen, DSGVO-konform und bieten unsere Lösungen sowohl in der Cloud als auch on-premises bei unseren Kunden an. Die Sicherheit der Daten unserer Kunden steht an oberster Stelle.
Wie sehen Sie die Medienlandschaft in drei Jahren?
Noch digitaler, innovativer, diversifizierter und schnelllebiger.
Name des Unternehmens/Produkts
Divisto Learning
GründerInnen
Rolf Corrodi, Patrick M. Müller, Karim Zekri
gegründet (Datum)
19.8.21
GeschäftsführerInnen
Patrick M. Müller
Anschrift
Divisto Learning
Seestraße 513
8038 Zürich
E-Mail-Adresse
info@divisto.ch
Website
www.divisto.ch
Welche Produkte/Dienstleistungen bieten Sie an?
Im Zentrum des Angebots steht die Software Divisto Creator, die Lehrmittelverlagen und Institutionen im Bildungsbereich ermöglicht, ihr bestehendes und zukünftiges Bildungsangebot in ein inspirierendes und (audio-)visuell attraktives Erzählformat zu transformieren.
Unser Team hat seinen Ursprung in den Bereichen Digital Storytelling und Visual Design. Deshalb bieten wir neben einer Software-Lösung auch Beratungsleistungen für die Überführung traditioneller Wissensinhalte in ein zeitgemäßes Format für die “Generation YouTube” an. Da unsere Lösung auf Web-Technologie baut, können unsere Kunden die Inhalte direkt über ihre eigenen Vertriebskanäle verbreiten oder dafür die von uns geplante Verbreitungsplattform nutzen.
Welche Probleme lösen Ihre Produkte/Dienstleistungen?
Durch die Zunahme von visuellen und digitalen Medien kann die schulische, nach wie vor textlastige Wissensvermittlung nicht mehr mit der alltäglichen Informationsaufnahme von Kindern und Jugendlichen Schritt halten: Diese Kluft zwischen formeller und informeller Wissensvermittlung reduziert Motivation und Lernerfolg bei Schülerinnen und Schülern. Wir tragen zur Problemlösung bei, indem wir der digitalen und audiovisuellen Transformation des Bildungsangebots mit einer intuitiven Software die Komplexität nehmen. Entsprechend bieten wir ein zeitgemäßes Format für Wissensinhalte, das über ein Headless CMS unabhängig von technologischen Drittpartnern zukunftssicher läuft.
Was unterscheidet Ihre Lösung von anderen?
Unsere besonderen Stärken liegen im beschleunigten Prozess bei der Kreation interaktiver Lerninhalte sowie im narrativen Vermittlungskonzept.
Bezüglich Prozess bieten wir unseren Direktkunden, den Lehrmittelverlagen und Produzenten von Wissensinhalten, ein Tool und eine Methode, wie sie ohne Programmierkenntnisse ein höchst interaktives und multimediales Angebot an Wissensinhalten effizient erstellen können. Unser Alleinstellungsmerkmal in diesem Bereich ist, dass Designs und Animationen in Standard-Programmen wie Adobe After Effects kreiert und sodann nahtlos als interaktive Elemente in unser Framework implementiert werden können. Durch den Zeitgewinn und die effizienten Abläufe werden Ressourcen für die Erstellung des Contents frei.
Neben der Effizienzsteigerung beinhaltet unser Kundenversprechen, dass unsere Kunden bei ihrer Zielgruppe – Schülerinnen, Studierende, Wissensbegierige im Allgemeinen – einen größeren Lernerfolg erzielen. Bei uns steht entdeckendes und story-basiertes Lernen im Zentrum. Komplexe Lerninhalte werden mittels visueller Elemente veranschaulicht und in inspirierende Geschichten eingebettet. Dazu dient unser “narrative Framework” – im Prinzip eine Web-App, welche Inhalte im Browser so wiedergibt, wie es bis anhin eigentlich nur in nativen Apps möglich war. Anschauliches Beispiel für die erzählerischen Möglichkeiten unseres Frameworks ist die Web-Docmumentary www.nuclear-games.net. Dieses Beispiel zeigt die Verknüpfung von “Scrolly-telling” mit vertiefenden Inhalten.
Außerdem können wir künftig in einem digitalen “Aneignungsraum” die vermittelten Inhalte vertieft oder zur Konstruktion eigener (multimedialer) Erzählungen anbieten. Komplettiert wird das Lehrmittel um einen digitalen “Kommunikationsraum”, der einen medienbruchfreien Lernprozess von der Vermittlung, über die Aneignung bis hin zu Korrektur und Repetition erlaubt. So werden ortsunabhängiges Zusammenarbeiten in Echtzeit als auch Lernunterstützung durch eine automatisierte Rückmeldung möglich.
Wie sehen Sie die Medienlandschaft in drei Jahren?
Wir sehen die Medienlandschaft noch konsolidierter als heute in Bezug auf Player, Standardisierung und Verbreitungskanäle. Die großen Player werden kleinere Mitbewerber entweder durch Zukäufe oder durch Ausübung ihrer Marktmacht verdrängen. Ganz im Sinne der Plattform-Ökonomie werden sie sich bei ihrer Dominanz auf die Beherrschung der Verbreitungskanäle konzentrieren. Dadurch werden sie auch indirekt die technologischen und inhaltlichen Standards prägen. Wegen beschränkter Skaleneffekte werden die Big Players aber die eigentliche Content-Produktion kleineren Unternehmen überlassen.
Für uns bedeutet dies, dass wir immer auf offene Standards setzen müssen, um bei einer künftigen Standardisierung die Transformationskosten so gering wie möglich zu halten. Für unsere Kunden aus einer vielfältigen und hoffentlich blühenden Content-Kreation müssen wir immer bereit sein, Tools für die Erstellung zeitgemäßer Formate zu bieten.
Name des Unternehmens/Produkts
talking hands flipbooks
GründerInnen
Maria Möller, Laura Mohn
gegründet (Datum)
05.10.2020
GeschäftsführerInnen
Maria Möller, Laura Mohn
Anschrift
Senckenberganlage 31
60325 Frankfur
E-Mail-Adresse
support@talking-hands.net
Website
https://talkinghandsflipbooks.com
Welche Produkte/Dienstleistungen bieten Sie an?
Wir stellen hauptsächlich Gebärden-Daumenkinos her. Beim Abblättern des Daumenkinos wird eine Gebärde illustriert. Bisher haben wir uns bei der Auswahl der Gebärden auf den Grundwortschatz von Kleinkindern konzentriert, d.h. einfache aber notwendige Worte wie “Hunger”, “Aua”, “spielen” - Wörter, die im Kita-Alltag häufig vorkommen.
Welche Probleme lösen Ihre Produkte/Dienstleistungen?
Mit unseren Gebärden-Daumenkinos möchten wir Inklusion schaffen und nachhaltig fördern. Für uns bedeutet das, Kommunikation untereinander zu ermöglichen. Kinder mit Behinderung haben aufgrund fehlender Kommunikationsmöglichkeiten oftmals Probleme Anschluss zu finden. Durch Gebärden können sich alle Kinder, trotz sprachlicher Barrieren verständigen.
Was unterscheidet Ihre Lösung von anderen?
Daumenkinos sind einfach in der Handhabung und vor allem für kleine Kinder interessant anzuschauen. Kinder, die unsere Gebärden-Daumenkinos durchblättern, sehen also die Ausführung der Gebärde, ohne dass ein/e Betreuer/in daneben stehen muss, um diese vorzuführen. Unser Format ermöglicht es, dass Kinder sich die Daumenkinos aus eigenem Antrieb anschauen wollen und können.
Wie sehen Sie die Medienlandschaft in drei Jahren?
Hoffentlich inklusiver, diverser und bunter.
Laudatio von Harald Henzler zur Verleihung des dpr award für den „digital leader“ an Ralph Möllers.
Lieber Ralph, herzlichen Glückwunsch – zur Auszeichnung als „digital leader“! Die Nobelpreise sind vergeben, jetzt kommt der größte Preis und pünktlich zur Messe: Du hast ihn, den Preis für den digital leader 2021 und ich darf eine Laudatio halten. Ich freue mich schon, das ist die erste Laudatio meines Lebens. Das ist das erste Mal, dass Du den dpr award bekommst und Du hast ihn verdient. Du hast ihn natürlich deshalb verdient, weil Du im Grunde das alles schon gemacht hast, bevor es diesen Preis gab, bevor es diesen Namen gab – und bevor alle wussten, was ein digital leader ist.
Wenn man jetzt Studenten dransetzen würden, die herausfinden sollten, was ein digital leader ist, dann müssten sie natürlich recherchieren: Wann hat wer darüber erstmals geschrieben und gesprochen? Dann kommt man auf Literatur, die schon älter ist, so 10 oder 15 Jahre. Aber Du hast schon vorher angefangen. Du warst schon ein digital leader, bevor man „digital“ und „analog“ auseinanderhielt. Bevor es die digital natives gab. Du hast mit CD-Roms, DVDs, Datenbanken und natürlich mit Apps und neuen tollen Produkten immer schon neu gedacht. Du warst immer schon offen, vor allem neugierig, und hast schon immer Spaß gehabt, genau das zu machen.
Du musstest nie ein soziales Netzwerk aufbauen, um dich zu finden. Durch deine Offenheit und Deine Zusammenspiele hast Du jeden eingeladen, mit Dir zusammen etwas zu tun. Egal welche Sprache, egal welche Hautfarbe, egal welchen Geschlechts, wie auch immer. Und wenn wir jetzt alle hier so versammeln könnten, die mit Dir zusammen etwas entwickelt haben, dann hätten wir eine sehr, sehr schöne bunte Mischung an Menschen. Du verbindest, durch Dein Interesse, durch Deine Neugierde, durch Deine Lust am Neuen. Ich habe letzte Woche etwas von einem Neurowissenschaftler, Professor Korte, gelesen, und der sagte: Im Gehirn ist es so, dass der gleiche Cocktail an Hormonen ausgeschüttet wird, wenn man Lust auf Neugier verspürt, man gut isst oder guten Sex hat. Und gut, ich werde jetzt nicht über guten Sex sprechen, da bin ich nicht berufen und das wäre jetzt wahrscheinlich auch für diesen Award nicht so richtig – und außerdem würde so Einiges rausgeschnitten werden –, aber wer Dich kennt und schon einmal einen Tag mit Dir verbracht hat, der weiß, dass gute neue Gedanken und gutes Essen zusammen gehören.
Es kommt immer der Moment, in dem man mit Dir lange über etwas nachdenkt, diskutiert, etwas entwickelt – einfach etwas macht, und das ist super. Und dann weißt Du aber auch, dass dieses Körper-Geist-Problem irgendwann gelöst sein muss, und Du löst es, indem Du sagst: Da gibt es die beste Currywurst in München. Lass uns hier noch einen Whisky trinken. Da gibt es etwas Gutes zu essen. Und Deine Freude und Lust an beidem, die ist auch ansteckend schön. Also molekularbiologisches Essen in Miesbach ist genauso gut wie eben die Currywurst am Bahnhof. Auch damit verbindest Du und bringst die Leute zusammen, und jeder weiß, dass das zusammengehört: das Analoge und das Digitale.
Deswegen ist es auch so schade, dass wir uns nicht sehen – obwohl es hier der digital leader ist, den man auch digital begrüßt und lobt, ist es traurig, dass Dich nicht sehen kann, denn das wäre jetzt auch ganz schön: Dich zu sehen, wie Du ganz unruhig wirst, weil der Harald schon mindestens zwei Minuten redet, und eigentlich hätten wir schon längst irgendetwas zusammen machen müssen, statt jetzt hier lange rumzureden. Das ist auch das, was Dich auszeichnet: dass Du nicht lange über etwas redest, sondern dass Du es einfach machst. Erst durch das Handeln wird man merken, was wichtig ist und was nicht, und das Ganze ohne Angst vor Fehlern.
Schade, dass Du nicht Beamter oder irgendein Verwaltungsmensch geworden bist, denn dann gäbe es viele Probleme, die kürzlich bei der Bundestagswahl diskutiert wurden – dass Deutschland digitaler werden muss –, diese Probleme hätten wir nicht. Wenn Du vor einigen Jahren Beamter geworden wärst, dann hätten die sich nicht mit irgendwelchen Masken schützen können, vor deiner ansteckenden Art, etwas digital zu machen. Bei allen Virenvergleichen, die jetzt nicht so opportun sind: Du hättest sie angesteckt, und zwar nicht mit Gähnen – das ist ja auch so ansteckend –, im Gegenteil, Du hättest das genau andersherum gemacht. Du hättest gesagt: Das machen wir jetzt! Und dann hätten alle anderen auch Lust bekommen. Und dann wäre Deutschland digital schon längst weiter. Deshalb das als Anregung: Hilf doch bitte, Deutschland digital voran zu bringen, vielleicht bist Du doch ab und an mal in Berlin, um alle anzustecken. Das wäre mein Wunsch an Dich.
Ich habe eben gesagt, dass dies meine erste Laudatio ist, und deswegen habe ich einschlägige Literatur gewälzt und geschaut, was man da jetzt sagen oder machen soll. Und da tauchte der Tipp auf, gegen Abschluss eine persönliche Anekdote mit reinzuwerfen, damit es authentisch wird. Authentisch ist ja wichtig heutzutage. Und das „würzen“. Die Anekdote, die ich mitgebe, ist wirklich passiert. Also ich bürge dafür. Ich hatte ein Tablet vor mir auf dem Schoß, und ich saß neben Ralph und Ralph hat dieses Tablet zum Schweben gebracht. Zum Fliegen. Also dieses Tablet flog so hoch. Er hätte es auch mit dem Smartphone machen können, was viel leichter gewesen wäre. Nein, er hat‘s mit dem Tablet gemacht. Ich habe gemerkt: Das Digitale schwebt und fliegt. Ganz leicht. Und das hat mir Ralph gezeigt – man merkt diesen theologischen Hintergrund bei Ralph.
Es gab dann hinterher eine naturwissenschaftliche Erklärung von der Flugaufsichtsbehörde in Düsseldorf unten am Flughafen, und den vielen Feuerwehrleuten, die da mit Blaulicht standen. Ralph ist ein begnadeter Pilot und ich saß neben ihm im Flugzeug, das muss man an der Stelle dazusagen. Die Flug-Experten am Boden haben das, was sie am Himmel gesehen hatten, so erklärt: Wir seien mit unserem Flugzeug hinter ein anderes geraten, dann habe es Luftspiralen – was weiß ich? – gegeben, bevor wir 500 Meter im Sturzflug auf den Flughafen zugesteuert seien. Das alles sei eine seltene Erscheinung gewesen. Aber ich weiß: Das war keine Erscheinung, das war Ralph. Der hat das sowieso alles im Blick und im Griff gehabt, denn er hat den Flieger gleich wieder in die Horizontale hingebracht, nach 500 Metern Sturzflug – nachdem er mir gezeigt hatte, wie dieses Tablet fliegt. Wie das Digitale fliegt. So dass wir gut gelandet sind.
Und mit dem Bild möchte ich jetzt auch diese lange Laudatio beenden, lieber Ralph. Du bringst das Digitale zum Fliegen, zum Schweben, zum freudig-Mitmachen. Und alles andere als ein rostiger Ritter bist du natürlich sowieso. Du bist der tapfere Ritter der Digitalisierung. Und in dem Sinne, ich werde jetzt nicht singen, denn das kann ich nicht: Herzlichen Glückwunsch. Bis dann!
Über Ralph Möllers
Geboren 1956 in Münster/Westfalen. Studium der Germanistik und Theologie. 1986 Lektor im Computerbuchverlag Markt & Technik in München. 1988 die Gründung des Systhema Verlages gemeinsam mit Iris Bellinghausen. Systhema wird einer der ersten Multimedia-Verlage in Deutschland. 1996 erwirbt die Holtzbrinck Gruppe den Verlag. Möllers verlässt das Unternehmen und übernimmt die Geschäftsführung des Multimedia Publishers Navigo, der 1997 ebenfalls an die Holtzbrinck Gruppe geht. 1997 Gründung des dritten Verlages Terzio. Terzio publiziert innovative Kindermedien wie die Löwenzahn CD-ROM, die Schachlernreihe Fritz & Fertig und die Kindermusicals um „Ritter Rost“. 2012 übernimmt Carlsen den Imprint Terzio und die Rechte an den Kinderbüchern des Verlages.
Gemeinsam mit dem technischen Partner WITS Interactive, Mumbai, entwickelt Möllers das Online-Marketingtool Book2look und gründet die Book2look International GmbH. In DACH übernimmt der Harenberg Verlag die Vermarktung, weltweit vertreibt Nielsen BookData die Lösung.
Ab 2017 entwickelt Book2look mit lectory.io eine internationale Plattform für Social Reading vor allem im edukativen Bereich.
Mit Harald Henzler hat Möllers unter anderem an Flipintu gearbeitet, einer personalisierten Plattform für Lese-Inhalte.