#11 / 2018
8/11

sebastian wolter

verleger

… hat in Leipzig und Edinburgh studiert und anschließend mit Leif Greinus 2004 den Indie-Verlag Voland & Quist gegründet, wo er hauptsächlich für die Bereiche Lektorat und Presse verantwortlich zeichnet. Mitgründer des livelyrix e.V., Poetry-Slam-Veranstalter a.D.

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Aktuell höchste Prio in meinem Job

Ich bin momentan ziemlich begeistert von der Literaturblogger-Community und habe einige Bloggerinnen und Blogger kennen- und schätzen gelernt. Diese Beziehungen baue ich gerade aus. Bei all dem Geraune vom Ende des Buches und angesichts des Käuferschwunds auf dem Buchmarkt ist die Begeisterung in dieser Szene unheimlich erfrischend.

Meine zuletzt beste Idee  

Gerade arbeite ich an einem „Soundtrack“ zu unserer Neuerscheinung „Ich hasse Menschen“ von Julius Fischer. Er hatte ein paar Songs für die Buchpremiere geschrieben und die haben mir so gut gefallen, dass ich ihm spontan vorgeschlagen habe, sie als Minialbum digital zu veröffentlichen.

„Scheitern als Chance“

Eine Herausforderung ist, neben dem klassischen Verlagsgeschäft Ideen für digitale Produkte zu entwickeln und diese dann auch umzusetzen. Eine Kurzgeschichten-App im Abo-Modell hat leider nicht funktioniert wie gewünscht. Dieser ambitionierte Ausflug in die Produktwelt abseits des klassischen Buchformats hat uns die Erfahrung gebracht, dass ohne größere Marketingbudgets und ausreichend Ahnung von App-Marketing nicht viel läuft. Und, Überraschung!, die Zahlungsbereitschaft für digitalen Content eher gering ist.

 Wenn ich einen Wunsch frei hätte: 

… würde Binge Reading das neue Binge Watching werden.