Steffen Meier
Ein paar Worte zum Geleit
„Machen ist wie wollen, nur krasser“ – das stand als Motto im Vorwort der allerersten Ausgabe des DIGITAL PUBLISHING REPORT und ist jetzt auf den Monat genau 5 Jahre her. Tempus fugit, sagt der Lateiner, und es ist tatsächlich viel passiert in dieser Zeit. Manchmal hilft auch ein retrospektiver Blick darauf, wie man das neue Magazin damals einführte:
„Hier ist sie nun, die erste Ausgabe des DIGITAL PUBLISHING REPORT. Ein hochfliegender Name, bei dem wir besser den Mantel des Schweigens darüber legen, dass er größtenteils der Tatsache geschuldet ist, dass griffige Domains heutzutage verflixt schwer zu bekommen sind. Und doch auch ist der Name Programm: ein Magazin, in digitaler Form mit (weitgehend) digitalen Themen für die Verlagsbranche. Von E-Book bis Chatbot, von Pokémon bis Facebook.
Und eben doch nicht hip digital, kein Blog, kein Newsjacking, immer schneller als der Leser, mit lauten Überschriften, kein tl;dr. Natürlich tut sich viel da draußen, zu viel fast, um all die vermeintlichen Veränderungen noch sinnvoll aufnehmen und einordnen zu können. Genau hier will der DIGITAL PUBLISHING REPORT einen Kontrapunkt setzen: kuratieren, kommentieren, einordnen. Was ist wirklich relevant für die Verlagsbranche, welche Entwicklungen werden überschätzt, welche übersehen? Dies ist natürlich ein hoher Anspruch, der sicher nicht mit der ersten Ausgabe erreicht werden kann, die bewusst als minimum viable product konzipiert ist – als erstes, rohes Produkt, das es mit dem Leser zusammen zu verbessern gilt. Oder einen schnellen Tod stirbt, wenn sich erweist, dass Produkt und Zielgruppe sich nicht mögen.“
Der DIGITAL PUBLISHING REPORT ist dann doch keinen schnellen Tod gestorben, und aus dem MVP der Kern eines ganzen Medienkranz geworden. An der ursprünglichen Intention, Trends zu analysieren und zu übersetzen – ohne zu Aktivismus zu raten - hat sich tatsächlich nichts geändert. In der allerersten Ausgabe ging es um Social Media, Start-Ups, Chatbot-Anwendungen und technologischen Trends. Damals so aktuell wie heute, wenn man sich die letzten Ausgaben des DIGITAL PUBLISHING REPORT anschaut.
Der DIGITAL PUBLISHING REPORT ist auch immer noch ein Objekt, dass von und mit seiner Community und deren Input lebt. Die ursprüngliche Zielgruppe hat sich von selbst erweitert und, inzwischen sprechen wir mit unseren Magazinen, Newslettern, Webinaren und Digitalkonferenzen auch viele Unternehmen an, die man gemeinhin nicht als Verlag betrachtet, die aber ebenfalls publizieren, kommunizieren und digitales Marketing und Communitybuilding betreiben – weswegen wir lieber von Medienunternehmen und manchmal auch „Publishern“ sprechen. Gewachsen ist aber nicht nur Umfang und Reichweite der Zielgruppe, die wir ansprechen, inzwischen durften wir bei unseren Webinaren und Digitalkonferenzen viele tausend Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrüßen – Anfang Oktober steht etwa unser vierteljährliches Technologieformat tech@media wieder an und wir freuen uns jetzt schon auf spannende Speaker!
Dass wir bis hierhin gekommen sind, verdanken wir aber in erster Linie unserer aktiven Community, unseren Autoren und Autorinnen, aber auch einem mehr als engagierten Team, das für ein spannendes Projekt auch mal den Feierabend sausen lässt.
Wie geht es nun weiter? Wir werden wachsen, und das in vielerlei Hinsicht und Richtungen, es gilt, Bestehendes weiter zu optimieren und gleichzeitig neue Projekte anzustoßen, neue Services für unsere Zielgruppen aufzubauen. Dabei wollen wir einen Satz aus dem Vorwort der ersten Ausgabe immer im Blick behalten: „Ein gutes Produkt ist auch immer ein Dialog zwischen Produzent und Kunde“. Wir freuen uns jedenfalls auf den weiteren Dialog mit Ihnen!
Steffen Meier
Gründer und Herausgeber
DIGITAL PUBLISHING REPORT