#10/ 2019
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ein paar worte zum geleit

In diesem Magazin werden zwei Themen behandelt, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zum einen haben wir auf der Basis unserer Auswertungsdaten des monatlichen „Facebook-Rankings der Buchverlage“ einmal analysiert, wie es um die Reichweiten der Verlage auf dieser Plattform steht. Das Ergebnis ist bedenklich und wird entsprechend kontrovers diskutiert, so auch schon in der letzten Ausgabe des digital publishing report. Eine Diskussion, die man unter der Fragestellung „Lohnt sich Facebook für Verlage noch?“ subsummieren kann. Falls nicht – was ist dann die Konsequenz? Im Marketing kennen wir ja das „earned, owned, buyed“-Modell: also Facebook für die Werbebudgets, ansonsten aber eigene („owned“) Kanäle wieder in den Mittelpunkt stellen? Dann kommt schnell das Thema „Corporate Blog“ auf – hier kann man viel richtig, aber auch eine ganze Menge falsch machen. Hier kommt der Experte Robert Weller zu Wort, der genau aufzeigt, wie man solche Blogs aufbaut und betreibt. Immerhin sind Corporate Blogs „als Medium für Corporate Communications (Marketing & Public Relations) und Employer Branding aus einem gelungenen digitalen Marketing- und Kommunikationsmix nicht mehr wegzudenken.“ Und wir zeigen zwei Beispiele von Verlagen, die jeder in ihrer Zielgruppe sehr erfolgreiche Konzepte betreiben.

Aber der Umgang mit Unternehmensinhalten ist ein kontinuierlicher, auch sollte man seine Aktivitäten regelmäßig auf den Prüfstand stellen – schon im Interesse der eigenen Ressourcen und Budgets. Dann wird es Zeit für einen „Content Audit“, unser Autor Andreas Schülke beschreibt, wie man diesen durchführt und welche Konsequenzen man aus einzelnen Ergebnissen ziehen sollte.

Marc Frey beschreibt das Thema "Change Management" kritisch und kontrovers: "Change Management ist tot. Mausetot. Das gilt zumindest für den altbekannten Weg, der mit einer ‚Change Strategie‘ daherkommt: mit mehr oder weniger ausgefeilten Plänen und der Durchführung von ‚Change Aktivitäten‘. Heute muss es vielmehr darum gehen, eine Umgebung zu schaffen, in der ‚Meaningful Change‘ fast schon automatisch und von selbst entstehen kann. Wir können nicht wirklich vorhersehen, ob der Change akzeptiert wird – noch wo wir rauskommen werden, wenn wir mal anfangen. Wir müssen es schlicht ausprobieren."

P.S. Ab und auch können auch wir uns dem Thema „Cat-Content“ nicht verschließen. Deswegen ist oben im Bild James zu sehen, der freie Mitarbeiter unseres Redaktionskollegen Nikolaus Wolters.