#10 / 2018
14/17
© Wilhelm Betz

jolanta gatzanis

geschäftsführende gesellschafterin gatzanis gmbh, verlag und kommunikationsagentur

Angefangen hat alles mit einem Unvermögen oder, besser gesagt, mit dem Tabuthema „mentale Impotenz“: „Der Geist ist willig, doch das Fleisch macht schlapp“ war der erste Titel in meinem 1995 gegründeten Stuttgarter Gatzanis Verlag. Mehr als zwanzig Jahre später bin ich als Verlegerin stolz auf zahlreiche erfolgreiche Bücher rund um Liebe und Lust. Neben „Aufklärung ohne Bienen und Blümchen“ gibt es Titel zum Familienleben oder den Wechseljahren bei Frauen und seit 2014 die Kunstbuchreihe „G:sichtet“.

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Aktuell höchste Prio in meinem Job

Im Verlag: nächster G:sichtet Band Nr. 5 über KünstlerInnen mit geistiger Behinderung und ihre Kunst. Es werden 12 Künstlerinnen und Künstler aus Stetten und ihre Kunst vorgestellt. Es geht um die Fragen: Wie wurden und wie werden KünstlerInnen mit Behinderung gefördert? Wie inspirieren sie sich und welche Techniken kommen individuell zum Einsatz? Es geht jedoch auch um die Frage: Unterscheidet sich die Kunst von Behinderten von der der Nichtbehinderten?

In der Kommunikationsagentur: Beratungsvertrag mit dem OB der Stadt Ludwigburg fürs Referat Nachhaltige Stadtentwicklung: Kommunikation für die dort angesiedelte Geschäftsstelle Living LaB. In dem 2015 gegründeten Innovationsnetzwerk arbeiten die Stadt Ludwigsburg, Partner aus Wirtschaft, Industrie und Forschungseinrichtungen in einzigartiger kooperativer Weise zusammen.Aus dieser Zusammenarbeit sollen sich Impulse für neue, innovative Technologien entwickeln, die dann vor Ort unter realen Bedingungen im Stadtraum erprobt werden können. Die Stadt Ludwigsburg ist eine von 20 Kommunen, die für die zweite Phase im Wettbewerb Zukunftsstadt des Bundesforschungsministeriums ausgewählt wurden

Meine zuletzt beste Idee  

Mal wieder Urlaub zu machen … Geschäftlich: die Kunstbücher der Galerie von Braunbehrens aus Stuttgart als Imprint im Gatzanis Verlag herauszugeben. 

„Scheitern als Chance“

Gescheitert im Verlag vielleicht dadurch, dass ich einem meiner Buchtitel mehr Leserinnen und Leser zugetraut hätte. Die Startauflage war definitiv zu hoch. Seit ein paar Jahren habe ich die Startauflagen geringer gehalten und – wo sinnvoll – das Geld in die Produktion von E-Books gesteckt.  

 Wenn ich einen Wunsch frei hätte: 

Lange körperlich gesund und geistig rege bleiben, um noch viele Jahre spannende Buchprojekte (Print oder E-Book) mit interessanten Menschen umsetzen zu können.